Die Schande von Paris: Frankreichs Jugend ist auf Lebensmittelhilfe angewiesen

 

Fast ein Viertel der Berufseinsteiger Frankreichs ist arbeitslos. Das ist das Zweieinhalbfache der nationalen Arbeitslosenquote und eine der höchsten in der Europäischen Union. In Frankreich herrscht derzeit eine strenge Ausgangssperre ab 18 Uhr. Bars, Restaurants und Touristenattraktionen sind geschlossen – die Orte, an denen junge Menschen sonst ihren Lebensunterhalt verdienen. Viele von ihnen sind deshalb auf Lebensmittelhilfe angewiesen und warten in langen Schlangen vor der Essensausgabe. Auch die Anrufe bei Hotlines für psychologische Hilfe haben zugenommen. Bei einer einzigen Abendverteilung der Organisation Linkee, die junge Leute mit frischen Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Masken versorgt, werden rund drei Tonnen Lebensmittel von den Helfern an etwa 500 junge Leute ausgegeben – Nachfrage steigend. Die Jugend ist Frankreichs Zukunft, und ihre Notlage ist von zentraler Bedeutung im Kampf des Landes, die Pandemie zu überwinden und die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Doch die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen reißen sie in eine immer tiefere Krise. Die französische Regierung bemüht sich deshalb um Abhilfe. So hat sie etwa einen staatlichen Bonus von bis zu 8.000 Euro für Unternehmen angeboten, die einen jungen Erwachsenen einstellen. Außerdem dürfen Studenten seit Februar an einem Tag pro Woche wieder Vorlesungen besuchen. Das soll ihnen helfen, etwas Normalität zurückzugewinnen.

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