Kiel steht unter Schock, und in der Kieler Staatskanzlei herrscht eiskalte Panik! Zum ersten Mal in der gesamten Regierungszeit von Ministerpräsident Daniel Günther brennt im hohen Norden die politische Hütte lichterloh. Die erfolgsverwöhnte Küsten-CDU fängt sich nur wenige Monate vor der entscheidenden Landtagswahl im kommenden Frühjahr eine beispiellose, historische Klatsche ein und stürzt in der Wählergunst regelrecht ins Bodenlose ab. Ein dramatischer Verlust von zwölf Prozentpunkten lässt die Christdemokraten erzittern, während die Konkurrenz an den Stränden von Nord- und Ostsee bereits triumphierend die Messer wetzt. Der einstige politische Liebling der Massen, der bei der letzten Wahl die absolute Mehrheit nur um ein winziges Mandat verfehlte, steht plötzlich vor einem gigantischen Scherbenhaufen und muss fassungslos zusehen, wie sein sicher geglaubtes Machtfundament im schleswig-holsteinischen Wattenmeer versinkt.
Während die Union im eiskalten Umfragetief zittert, knallen bei den politischen Gegnern an der Küste lautstark die Sektkorken. Allen voran die Grünen mit ihrer wortstarken Spitzenkandidatin Aminata Touré sowie die AfD befinden sich im absoluten Höhenflug und verbuchen deutliche Gewinne in der Gunst der Wähler. Für die Rechtspopulisten bedeutet dieses Ergebnis ein politisches Erdbeben, denn sie würden aus dem Stand als zweitstärkste Kraft ins Kieler Schloss einziehen. Doch auch die Liberalen im Heimatland ihres neuen Bundesvorsitzenden Wolfgang Kubicki feiern ein politisches Comeback, da der Wechsel an der Bundesspitze den Freidemokraten einen spürbaren Schub verleiht und die Partei sicher ins Parlament rettet. Sogar die Linkspartei schöpft nach vielen mageren Jahren wieder Hoffnung auf einen triumphalen Einzug ins Hohe Haus, während die Minderheitenpartei der dänischen und friesischen Volksgruppe wie gewohnt gelassen bleibt, da sie von der sonst so gefürchteten Sperrklausel ohnehin befreit ist.
Die bittere, unbarmherzige Wahrheit für die Menschen im Norden lautet: Das amtierende Regierungsbündnis aus Union und Grünen ist am Ende und hat keine eigene Mehrheit mehr! Die Quittung für den anhaltenden Dauerfrust über die Bundespolitik schlägt nun voll im echten Norden ein, wobei neben den Christdemokraten vor allem die schwächelnden Sozialdemokraten als Berliner Partner mit abgestraft werden und weitere Verluste hinnehmen müssen. Da eine Koalition mit den erstarkten Rechtspopulisten von allen etablierten Kräften im Landtag strikt und kategorisch ausgeschlossen wird, droht nach dem kommenden Urnengang ein schier unlösbares, politisches Chaos. Um überhaupt noch eine stabile Mehrheit ohne die abgestürzte CDU auf die Beine zu stellen, bräuchte es rechnerisch ein abenteuerliches Fünfer-Bündnis aus allen anderen Lagern – ein politisches Kunststück, das an der Küste eigentlich als völlig unmöglich gilt.
Bitte Telegram-Kanal folgen http://t.me/pressecop24

Schreibe einen Kommentar