In der Forensischen Klinik in Lohr am Main brodelt es gewaltig. Seit Jahren berichten Insider von einem florierenden Drogenhandel hinter verschlossenen Türen – ein offenes Geheimnis, über das angeblich alle Bescheid wissen. Mitten in diesem Chaos sitzt Patient Thomas Krebs fest. Obwohl nach eigenen Angaben und laut vorliegenden Unterlagen keinerlei Nachweise existieren, dass er jemals Drogen im Bezirkskrankenhaus erworben oder konsumiert hat, wird ihm jede weitere Lockerung verweigert. Statt Fortschritte zu machen, hängt er in der gleichen Stufe fest wie zu Beginn seiner Therapie. Für ihn ein Schlag ins Gesicht und ein Skandal sondergleichen.
Besonders heftig kritisiert wird dabei der leitende Psychotherapeut der Einrichtung. Kritiker werfen ihm vor, in Konferenzen und Gutachten immer wieder unbelegte Behauptungen über Patienten zu äußern. Im Fall von KREBS soll er über Jahre hinweg argumentiert haben, eine Höherstufung sei zu riskant, weil ein möglicher Rückfall nicht ausgeschlossen werden könne. Beweise dafür? Fehlanzeige! Dennoch haben diese Aussagen offenbar schweres Gewicht. Sogar ein Antrag auf berufsrechtliche Konsequenzen wurde gestellt, doch passiert ist bislang nichts. Der Therapeut arbeitet weiter wie bisher und entscheidet mit über das Schicksal der Patienten.
Der Vergleich mit anderen Fällen lässt viele Beobachter fassungslos zurück. Ein Mitpatient, bekannt als Patient X. , soll trotz mehrfacher Drogenrückfälle deutlich schneller vorangekommen sein. Ohne Medikamente und trotz problematischer Vorgeschichte erreichte er innerhalb kurzer Zeit höhere Lockerungsstufen. Thomas Krebs dagegen, ohne einen einzigen dokumentierten Zwischenfall, wartet seit Jahren vergeblich auf Gerechtigkeit. Sechs Jahre Stillstand, Frust und Ohnmacht – während andere scheinbar bevorzugt werden. Für Betroffene und Angehörige steht fest: Hier läuft gewaltig etwas schief im System der Forensik Lohr!
