Rom – Der große Batterie-Traum ist ausgeträumt! Das Gemeinschaftsunternehmen ACC zieht den Stecker und begräbt seine Gigafactory-Pläne in Deutschland und Italien endgültig. Betroffen sind die Standorte Kaiserslautern und Termoli, die nun zu Industrie-Gespenstern werden. Das Management informierte Arbeitnehmervertreter über das Aus für beide Projekte und sprach von fehlenden Voraussetzungen für einen Neustart. Hinter verschlossenen Türen läuft bereits der Dialog über das endgültige Ende – für viele Beschäftigte ein Schock, für ganze Regionen ein harter Schlag.
Als Hauptgrund nennen die Verantwortlichen die schwache Nachfrage nach Elektroautos in Europa. Während das erste Werk in Douvrin bereits produziert, bleiben die Erweiterungspläne auf der Strecke. Die italienische Gewerkschaft UILMfordert nun klare und verlässliche Industrie-Entscheidungen statt vager Versprechen. Zwar stellte der Autobauer in Aussicht, alternative Produktionen nach Termoli zu holen, doch Details blieben aus. Die Stimmung kippt: Hoffnung weicht Skepsis, Planungssicherheit sieht anders aus.
Brisant ist der Zeitpunkt: Das Aus folgt auf einen historischen Kurssturz bei Stellantis, dem wichtigsten Investor des Projekts neben Mercedes-Benz und TotalEnergies. Nach massiven Abschreibungen kündigte der Konzern an, seine E-Auto-Strategie deutlich zurückzufahren. Die Botschaft ist unmissverständlich: Europas Batterie-Offensive wankt, der Strukturwandel stockt – und tausende Arbeitsplätze hängen am seidenen Faden.
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