Eilmeldung: Haben „Querdenker-Anhänger“ Anschlag auf ICE verübt?

Kommt jetzt nach der abgelutschten Nazikeule jetzt die Querdenker-Keule!

LKR. BAD KISSINGEN. Am Mittwochmorgen durchsuchten Beamte der Kriminalpolizei Würzburg mit Unterstützungskräften mehrere Wohnungen im Rahmen der Ermittlungen gegen einen 36-Jährigen und sein Umfeld. Ein Zeugenhinweis verhalf der Sonderkommission „Werntal“ zum schnellen Erfolg.

 

Bahnstrecke blockiert

 

Wie bereits berichtet, überfuhr am Dreikönigstag ein ICE aus Schweinfurt kommend, auf der Bahnstrecke zwischen Waigolshausen und Gemünden, eine durch Holzlatten gespannte Plane und leitete eine Schnellbremsung ein. Im Laufe des Abends stellten Streifenbesatzungen der örtlich zuständigen Dienststelle im Rahmen der umgehend eingeleiteten Fahndung weitere Planen auf dieser Bahnstrecke fest, die ebenfalls mit Holzlatten über den Gleiskörper gespannt waren. Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm in enger Abstimmung mit der Bundespolizei die Ermittlungen. Im Zuge dessen wurde die Sonderkommission „Werntal“ gegründet und in Räumlichkeiten der Kriminalpolizei Würzburg eingerichtet.

Hinweis auf Täterfahrzeug

 

Intensive Ermittlungen von Beamten der Sonderkommission wurden anfänglich in sämtliche Richtungen geführt, konzentrierten sich aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung zwischenzeitlich auf einen engen Personenkreis um einen 36-jährigen Mann aus dem Landkreis Bad Kissingen und seine 34-jährige Ehefrau. Am Mittwochmorgen durchsuchten nun Beamte der Kriminalpolizei Würzburg mit Kräften des Unterstützungskommandos der Bayerischen Bereitschaftspolizei insgesamt drei Wohnungen in Bad Bocklet, Bad Kissingen und Oberthulba. Die Polizisten stellten Beweismittel wie Mobiltelefone und Datenträger sicher.

Auswertung von Spuren

 

Ob sich am damaligen Tatort gesicherte Spuren dem Tatverdächtigen oder anderen Personen aus dem Umfeld der Ermittlungen zuordnen lassen, müssen nun die weiteren Ermittlungen zeigen. Offen ist nach wie vor auch die Frage nach dem Motiv, das die Beschuldigten mutmaßlich dazu veranlasst hatte, die Gefahren für den Schienenverkehr zu verursachen. Gegenwärtige Erkenntnisse deuten derzeit allerdings stark daraufhin, dass dieses im Bereich einer Protestaktion von Gegnern der Corona-Maßnahmen zu finden ist.

Schneller Erfolg

 

Die Untersuchungen mit dem Ziel des gerichtsverwertbaren Tatnachweises sind mit dem heutigen Tag zwar noch nicht abgeschlossen. Dass jedoch nur wenige Wochen nach der Tat die Durchsuchung bei den Tatverdächtigen erfolgen konnte, ist dem entscheidenden Hinweis aus der Bevölkerung und der guten Zusammenarbeit und dem professionellen Handeln aller an den Ermittlungen beteiligten Dienststellen von Landes-, Kriminal- und Bundespolizei sowie der Staatsanwaltschaft Würzburg und einiger außerbayerischer Polizeibehörden zu

Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm in enger Abstimmung mit der Bundespolizei die Ermittlungen zu diesem gefährlichen Eingriff in den Schienenverkehr und bittet nun Personen, die am Mittwoch in der Nähe der Gleise verdächtige Beobachtungen gemacht haben, diese unter 0931/457-1732 zu melden.

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