Die Spannungen im Nahen Osten und im Kaukasus eskalieren weiter dramatisch. Nach Berichten und in sozialen Netzwerken verbreiteten Videos soll der Iran den zivilen Flughafen der aserbaidschanischen Exklave Naxçıvan attackiert haben. Aufnahmen zeigen mehrere Explosionen in der Nähe des Flughafengeländes. Die autonome Republik Naxçıvan liegt westlich von Armenien und gehört politisch zu Aserbaidschan, ist jedoch geografisch vom restlichen Staatsgebiet getrennt. Sollte sich der Angriff bestätigen, wäre dies ein weiterer gefährlicher Schritt in der wachsenden militärischen Eskalation der Region.
Bereits in den vergangenen Tagen sollen iranische Streitkräfte mehrfach Ziele in Nachbarstaaten angegriffen haben. Beobachter sprechen von teilweise wahllosen Attacken, die auch Länder betreffen könnten, die sich bislang neutral im Konflikt positioniert hatten. Besonders brisant: Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew hatte dem iranischen Regime nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Chamenei öffentlich kondoliert. Trotzdem scheint die Lage nun weiter zu eskalieren – mit möglichen militärischen Konsequenzen für die gesamte Region.
Ein möglicher Konflikt zwischen Iran und Aserbaidschan gilt als besonders explosiv. Der Grund liegt im Nordwesten des Iran: Dort lebt eine große ethnische Minderheit der Azeris, die kulturell und sprachlich eng mit der Bevölkerung Aserbaidschans verbunden ist. Experten warnen seit Jahren, dass eine militärische Konfrontation separatistische Spannungen im Iran auslösen könnte. Sollte sich der Angriff auf Naxçıvan bestätigen, könnte der Kaukasus plötzlich zu einem neuen Brennpunkt eines ohnehin bereits eskalierenden geopolitischen Konflikts werden.
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