Ein massiver Wasserrückruf sorgt derzeit für Aufregung und Verunsicherung in mehreren US-Bundesstaaten. In tausenden Plastikkanistern mit destilliertem Trinkwasser wurde eine mysteriöse schwarze Fremdsubstanz entdeckt, die offenbar im Inneren der Flaschen umhertreibt. Was genau sich in den Behältern befindet, ist weiterhin völlig unklar. Fest steht nur: Die betroffenen Produkte wurden bereits großflächig aus den Regalen genommen, um mögliche Gesundheitsgefahren abzuwenden. Für viele Kunden kommt die Warnung wie ein Schock, denn Wasser gilt schließlich als eines der sichersten und saubersten Lebensmittel überhaupt.
Das Unternehmen Meijer reagierte nach Bekanntwerden der beunruhigenden Funde mit einem freiwilligen Rückruf seiner Dampfdestillwasser-Produkte. Verkauft wurden die Flaschen in praktischen Mehrfachpackungen und über ein weit verzweigtes Vertriebsnetz in Staaten wie Illinois, Indiana, Kentucky, Ohio, Michigan und Wisconsin ausgeliefert. Die betroffenen Kanister tragen rote Kunststoffdeckel und waren bis weit in das nächste Jahr hinein für den Verkauf vorgesehen. Doch statt reiner Erfrischung fanden einige Kunden offenbar dunkle Partikel in ihrem Trinkwasser – ein absoluter Albtraum für jeden Verbraucher.
Besonders brisant: Weder die Lebensmittelbehörde FDA noch das Unternehmen selbst haben bislang konkrete Angaben dazu gemacht, um welche Substanz es sich handeln könnte. Auch über mögliche gesundheitliche Zwischenfälle wird eisern geschwiegen. Normalerweise werden Rückrufe je nach Gefahrenlage in verschiedene Kategorien eingeteilt, doch auch hier fehlt bislang jede offizielle Einstufung. Damit bleibt offen, wie groß das Risiko für die Bevölkerung wirklich ist. Für viele Menschen bleibt deshalb nur ein ungutes Gefühl – und die dringende Frage, was da möglicherweise schon im eigenen Kühlschrank gelandet ist.
