EU-Richtlinie: Perspektivwechsel beim Whistleblowing!

 

Der Countdown hat begonnen: In zwei Wochen wird die EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern verabschiedet. Der Gesetzesentwurf, der am 16. September von den EU-Ministern seinen abschließenden Segen erhält, gilt als einer der radikalsten weltweit. WhistleB freut sich auf stärkeren Schutz für Hinweisgeber, und betont die Wichtigkeit anonymer Meldungen.

„Die Einstellung zu Whistleblowern hat sich grundlegend geändert. Das neue Gesetz erkennt den wichtigen Beitrag an, den Hinweisgeber in der Etablierung von Transparenz in Arbeitsleben und Gesellschaft leisten,“ sagt Karin Henriksson, Gründungsmitglied von WhistleB, einem Dienstleister für Whistleblowing-Systeme, der seit 2011 Hunderte von Europäischen Firmen und Behörden berät.

Die neue Richtlinie verpflichtet Unternehmen und andere Einrichtungen mit mehr als 50 Mitarbeitern, interne Meldekanäle aufzusetzen. Dabei schreibt das Gesetz auch vor, welche Eigenschaften diese Kanäle haben müssen, beispielsweise mit Blick auf Wahrung von Vertraulichkeit und die korrekte Bearbeitung von Fällen.

EU-Mitgliedsstaaten müssen die Direktive innerhalb der nächsten zwei Jahre, also bis September 2021, in nationales Recht umsetzen. Dabei werden auch Regelungen zum anonymen Whistleblowing beschlossen. In den meisten EU-Ländern ist davon auszugehen, dass auch anonyme Berichte akzeptiert werden.

„Wir wissen aus Erfahrung, dass Anonymität ein wichtiger Faktor ist, um Angestellte zu motivieren, eine Meldung zu machen. Es freut uns zusätzlich, dass Organisationen verpflichtet sind, Hinweisgebern Rückmeldung zu geben, und dass Whistleblower sich auch direkt an externe Stellen wenden dürfen. Hinweisgeber genießen den selben Schutz, wenn der interne Meldeweg versagt, beispielsweise als Ergebnis unzureichender Mechanismen für Kommunikation oder Follow-up,“ führt Karin Henriksson weiter aus.

Hauptsächlich schreibt die neue EU-Richtlinie folgendes vor: 
- Sichere Meldewege: Kanäle, die die Vertraulichkeit des 
Hinweisgebers und aller im Bericht genannten Personen gewährleisten. 
Die Kanäle müssen nicht-autorisierten Mitarbeitern den Zugang 
verwehren. 
- Kompetenz: Bestimmung der unparteiischen Person(en), die befugt ist
(sind), Berichte weiterzuverfolgen. Dies beinhaltet Kommunikation mit
dem Hinweisgeber, um weitere Informationen anzufordern oder Feedback 
zu geben.
- Feedback und follow-up: Bestätigung des Eingangs von Meldungen beim
Hinweisgeber innerhalb von 7 Tagen und Rückmeldung an den 
Hinweisgeber über die Weiterverfolgung der Meldung innerhalb von 3 
Monaten. Berichte müssen sorgfältig weiterverfolgt werden, 
einschließlich anonymer Meldungen, sofern im Einklang mit nationaler 
Gesetzgebung. 
- Externe Meldungen: Klare und einfach zugängliche Informationen zur 
Regelung von Berichterstattungen an externe Einrichtungen.
- Unterschiedliche Optionen: Die Kanäle müssen schriftliche und/oder 
mündliche Berichterstattung über Telefonleitungen oder andere 
Sprachnachrichtensysteme und auf Anfrage in einem persönlichen 
Gespräch ermöglichen.

Über WhistleB

WhistleB ist ein europäischer Anbieter von Whistleblowing-Diensten und Experte für Unternehmensethik und Compliance. Wir unterstützen Kunden bei der Schaffung eines sicheren und transparenteren Arbeitsumfelds. Das WhistleB-System wird derzeit in mehr als 150 Ländern verwendet, einschließlich aller EU-Länder.

WhistleBs EU Whistleblower Protection Directive Resource Centre stellt ein großes Angebot an Informationen und Guidelines zur Verfügung, die auf 20 Jahren Erfahrung im Bereich ethischer Geschäftsführung und unternehmensinternem Whistleblowing gründen.

Für mehr Informationen über die kommende EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern, klicken Sie bitte hier: https://whistleb.com/de/eu-whistleblower-protection-directive/