GENF ZITTERT VOR DEM GIPFEL-CHAOS! DIE STADT VERNAGELT SICH AUS ANGST VOR RANDALIERERN

Genf wirkt kurz vor dem Gipfeltreffen am See wie eine belagerte Festung. In den Straßen der Innenstadt verschwindet der Glanz hinter Brettern und Sperrholz, Schaufenster werden verrammelt, Fassaden verbarrikadiert, selbst Hotels, Banken und Supermärkte schützen sich, als stünde ein Sturm bevor. Kunden gelangen vielerorts nur noch durch schmale Eingänge ins Innere. Besonders auf den noblen Einkaufsstraßen zeigt sich das gleiche Bild: Holz statt Hochglanz, Angst statt Eleganz. Die Nervosität ist so groß, dass Handwerksbetriebe mit den Aufträgen kaum noch nachkommen und das Material knapp wird. Geschäftsleute fürchten, dass die Stadt erneut zum Schauplatz blinder Zerstörung werden könnte.

Auslöser der wachsenden Unruhe ist eine groß angekündigte internationale Mobilisierung von Gipfelgegnern, die am Sonntag in Genf auf die Straße gehen wollen. Der Protest richtet sich unter anderem gegen den Krieg in Gaza, gegen den aus ihrer Sicht rücksichtslosen Raubbau an Ressourcen und gegen die wirtschaftliche Vormachtstellung der führenden Industrienationen. Doch mit den politischen Parolen wächst auch die Sorge vor Gewalt. Sicherheitsbehörden rechnen mit einem massiven Ansturm aus dem In- und Ausland, darunter auch gewaltbereite Gruppen, die jede Demonstration als Bühne für Krawall und Konfrontation nutzen könnten. Die Erinnerung an frühere Ausschreitungen sitzt tief: eingeschlagene Scheiben, geplünderte Geschäfte, brennende Barrikaden und verletzte Einsatzkräfte haben sich ins Gedächtnis der Stadt eingebrannt.

Deshalb rüstet die gesamte Region mit einem gewaltigen Sicherheitsapparat auf. Polizei, Armee und Rettungskräfte stehen bereit, auf dem Wasser ebenso wie an Land, unterstützt von Spezialisten für Sprengstoff, Drohnen, Spürhunde und weitere Gefahrenlagen. Auch internationale Hilfe ist vorgesehen, denn neben Ausschreitungen sorgen sich die Behörden vor Terror, Sabotage, Cyberangriffen und gezielten Störungen der öffentlichen Ordnung. Während Frankreich rund um den Gipfel keine große Demonstration zulassen will, wird Genf damit zum Brennpunkt des Protests – und zum Symbol einer Stadt, die sich mit Brettern, Einsatzkräften und banger Erwartung gegen das Ungewisse stemmt. Hinter jeder verrammelten Scheibe steht dieselbe Hoffnung: dass aus lautem Protest kein zerstörerisches Inferno wird.

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