Washington im Aufruhr! Trotz wachsender Vorwürfe rund um das Unkrautgift Glyphosat stellt sich die Regierung von Donald Trump demonstrativ vor den Agrar- und Pharmariesen Bayer AG. Im Zentrum der Debatte: Das Herbizid Roundup, dessen Wirkstoff von der Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich krebserregend eingestuft wurde. Dennoch berief sich das Weiße Haus auf das Verteidigungsproduktionsgesetz, um die Versorgung mit glyphosathaltigen Mitteln sicherzustellen. Auch das umstrittene Dicamba erhielt erneut grünes Licht. Kritiker sprechen von einem politischen Schutzschild für einen Konzern, der sich seit Jahren mit Krebs-Klagen konfrontiert sieht – während das Justizministerium sogar den Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten anrief, um Haftungsansprüche zu blockieren.
Brisant: Zahlreiche Spitzenbeamte mit engen Verbindungen zum Lobbynetzwerk von Bayer sitzen an entscheidenden Schalthebeln der Macht. Namen wie Susie Wiles oder Pam Bondi fallen immer wieder, ebenso die einflussreiche Lobbyfirma Ballard Partners. Parallel sorgt die Personalpolitik in der Environmental Protection Agency für Stirnrunzeln. Ausgerechnet frühere Vertreter der Chemieindustrie überwachen nun die Sicherheit von Pestiziden. Kritiker sehen darin eine gefährliche Nähe zwischen Aufsicht und Industrie. Während Bayer auf bundesweite Vorrangregeln drängt, die Klagen auf Ebene der Bundesstaaten aushebeln könnten, warnen Verbraucherschützer vor einem massiven Eingriff in das Klagerecht möglicher Opfer.
Der politische Widerstand wächst. Abgeordnete wie Chellie Pingree und Thomas Massie stemmen sich im Kongress gegen eine rechtliche Immunität für Pestizidhersteller. Auch Teile der konservativen Basis fühlen sich irritiert – insbesondere Anhänger der gesundheitsorientierten Bewegung um Robert F. Kennedy Jr.. Sie werfen der Regierung vor, wirtschaftliche Interessen über den Schutz von Familien zu stellen. Für Bayer steht viel auf dem Spiel: Milliarden-Vergleiche in der Vergangenheit, zehntausende Klagen und eine anhaltende Debatte um Umwelt- und Gesundheitsfolgen. Während der Supreme Court eine richtungsweisende Entscheidung vorbereitet, tobt in Washington ein Machtkampf zwischen Unternehmensinteressen und öffentlicher Gesundheit – mit offenem Ausgang.
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