Innere Sicherheit: Personalmangel der Bundespolizei auch am Bahnhof #Iserlohn!

 

Der Bahnhof in Iserlohn, an dem am Samstag zwei Menschen mutmaßlich von einem 43-Jährigen erstochen wurden, gehört zu den Wachen, in denen die Bundespolizei wegen Personalmangels nicht mit der vollen Sollstärke vertreten ist. In Iserlohn, das zum Polizeidienstrevier Hagen gehört, hätten nur 70 Prozent des vorgesehenen Personals zur Verfügung gestanden, erfuhr die Düsseldorfer „Rheinische Post“ (Sonntag) aus Kreisen der Bundespolizei. „In der Regel ist nur etwa die Hälfte der Bahnhofsreviere durchgängig besetzt“, zitierte die Zeitung einen Insider: „Besonders kleine Reviere sind pro Tag maximal stundenweise belegt.“ Das betrifft demnach in Nordrhein-Westfalen außer Hagen auch die Reviere Bielefeld, Bochum, Bonn, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Mönchengladbach, Oberhausen, Paderborn, Recklinghausen, Siegburg, Siegen und Wuppertal.

Ernst Walter, der Vorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft, sagte der Zeitung: „Der Sicherheit an Bahnhöfen hat man viel zu lange nicht die erforderliche Bedeutung zugemessen.“ Durch die Verwendung des Personals für andere Aufgaben seien die Polizisten an den Bahnhöfen „immer mehr zu Reaktionskräften degradiert“ worden. Walter beklagte: „Präventionsarbeit durch offene Streifen ist nur noch selten möglich.“ Bis annähernd ausreichend Personal vorhanden sei, werde es mindestens fünf Jahre dauern, schätzte Walter.

 

Rheinische Post

 

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