IT-PLEITE AUF KOSTEN DER SCHWÄCHSTEN! STAAT LÄSST ARBEITSLOSE IM STICH

Ein staatliches Versprechen zerbricht, wenn es am dringendsten gebraucht wird. Ein neues Auszahlungssystem der Bundesbehörden sollte Abläufe modernisieren und beschleunigen – doch stattdessen versank alles im Chaos. Verantwortlich ist das Staatssekretariat für Wirtschaft, das für die Auszahlung von Arbeitslosengeldern zuständig ist. Die Folgen sind dramatisch: Menschen ohne Job warteten wochenlang auf Geld, das ihnen zusteht. Mieten liefen weiter, Rechnungen stapelten sich, der Kühlschrank blieb leer. Und während Betroffene verzweifelt um ihre Existenz kämpften, redete die Behörde von Kinderkrankheiten einer Umstellung. Für die Betroffenen klingt das wie Hohn.

Das Debakel kam nicht aus heiterem Himmel. Interne Warnungen aus den Kantonen lagen früh auf dem Tisch. Fachstellen schlugen Alarm, sprachen von unrealistischen Planungen, von Überlastung und fehlenden Notlösungen. Doch das Projekt wurde trotzdem durchgedrückt. Die Konsequenzen tragen nun jene, die ohnehin kaum Puffer haben. Betroffene berichten von blockierten Dossiers, von Hotlines ohne Antwort, von der immer gleichen Ausrede: Das System lasse keinen Zugriff zu. Selbst wer alles fristgerecht eingereicht hatte, ging leer aus. Recherchen von Transition Newszeigen das Ausmaß des Versagens und die Hilflosigkeit vor Ort. Gemeinden und Sozialämter springen ein, Mitarbeitende schuften bis spätabends – um ein Bundesversagen notdürftig abzufedern.

Besonders bitter ist der Zynismus dieses Vorgangs. Arbeitslose müssen bei kleinsten Fehlern mit Sanktionen rechnen, sollen aber plötzlich Verständnis für ein staatliches IT-Fiasko haben, das mit Ansage kam. In den Kantonen brodelt es, der Ton zwischen Behörden wird rau, Vertrauen geht verloren. Und die Frage steht im Raum, wie glaubwürdig staatliche Digitalversprechen noch sind, wenn nicht einmal eine zentrale Auszahlung zuverlässig funktioniert. Dieses IT-Debakel ist kein Versehen. Es ist ein Skandal, der zeigt, wie weit sich eine Bundesbehörde von der Lebensrealität der Menschen entfernt hat, für die sie eigentlich da sein sollte.

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