OLG-Richterin
Was für ein gewaltiger Schlag ins Gesicht für jeden ehrlichen Steuerzahler und gesetzestreuen Bürger in Bayern. Ausgerechnet eine hochbezahlte Spitzenjuristin des Oberlandesgerichts München, die tagsüber im edlen Roben-Gewand über Bürger richtet und der Öffentlichkeit als Pressesprecherin die Welt der Paragraphen erklärt, soll sich volltrunken hin hinter das Lenkrad ihres Wagens geklemmt haben. Mitten in der Nacht bretterte die edle Damen-Richterin in Schlangenlinien durch den Münchner Westen, schlingerte hilflos über die Fahrbahn und gefährdete das Leben unschuldiger Verkehrsteilnehmer, bis ein geistesgegenwärtiger Zeuge schockiert den Notruf wählte und dem Schlinger-Schlitten hinterherjagte. Hat sich die Juristin aus purem Frust über ihren harten Job den Kopf zugeschüttet oder war es fahrlässige Arroganz der Macht? Während normale Bürger für solche gefährlichen Aussetzer sofort ihren Führerschein abgeben und mit harten Konsequenzen rechnen müssen, durfte die schlingernde Roben-Frau nach dem Polizeieinsatz vorerst ihren Lappen behalten.
Als die alarmierten Streifenwagen an ihrer privaten Wohnanschrift eintrafen, zeigte die erwischt Top-Juristin offenbar ihr wahres, hässliches Gesicht und ließ die Muskeln ihrer Amtsposition spielen. Statt Einsicht, Scham oder Reue gab es für die eingesetzten Polizeibeamten bloß pfeffrige Paragraphen-Sprüche, eine verweigerte Pusteprobe und die schnippische Ansage, dass sie ihre Rechte ganz genau kenne. Eine freche Abfuhr für die Beamten, die mitten in der Nacht ihren Dienst verrichten. Wer meint, als Hüterin des Gesetzes über dem Gesetz zu stehen und sich mit kühler Abgebrühtheit der Atemalkoholmessung entziehen zu können, verspielt jegliches Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat. Erst in der Rechtsmedizin unter den Augen der Amtsärzte musste die unkooperative Richterin schließlich zur Blutentnahme antreten, um das genaue Ausmaß ihrer Promille-Fahrt aktenfest zu machen.
Der Fall stinkt gewaltig und wirft ein denkbar schlechtes Licht auf den gesamten bayerischen Justizapparat, der sich nun in eisiges Schweigen hüllt. Dass die Polizei die Identität der Richterin in enger Absprache mit den Ermittlern direkt bestätigte, zeigt die enorme Sprengkraft dieses Skandals, der sonst nur bei echten Prominenten derart öffentlich verhandelt wird. Und was sagt das Oberlandesgericht zu dem peinlichen Betrunkenen-Skandal im eigenen Haus? Ein offizieller Sprecher mauerte auf Anfrage eiskalt ab und verkündete stur, dass man zu möglichen Ermittlungen gegen eigene Angehörige grundsätzlich keine Angaben mache. Mauern, Schweigen, Aussitzen: Während der Bürger bei der kleinsten Sünde die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommt, scheint für die feine Münchner Justiz-Prominenz wieder einmal eine ganz eigene Protektions-Logik zu gelten.
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