Justiz stellt alle Verfahren gegen Düsseldorfer Stadtdechanten ein – Innerkirchliches Missbrauchsverfahren dauert an!

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat ihre Ermittlungen gegen den beurlaubten Düsseldorfer Stadtdechanten Ulrich Hennes wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs eingestellt. Es gebe „nun kein offenes Ermittlungsverfahren mehr“, sagte Behördensprecherin Britta Zur dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag-Ausgabe). Nach Informationen aus Justizkreisen handelte es sich um knapp ein halbes Dutzend verschiedener Vorwürfe. Sie waren eingegangen, nachdem das Erzbistum Köln im März einen angeblichen Fall aus den Jahren 2012/2013 an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet und dies öffentlich gemacht hatte. Wie aus Justizkreisen verlautete, hätten sich inzwischen alle Vorwürfe als nicht belastbar erwiesen. Viele der angeblichen Vorgänge hätten lange zurückgelegen und sich allesamt unterhalb der Strafbarkeitsgrenze bewegt.

Dem Erzbistum Köln liegt laut Sprecher Christoph Heckeley noch keine Mitteilung der Staatsanwaltschaft vor. „Unabhängig vom Ausgang der strafrechtlichen Ermittlungen gilt für uns: Das innerkirchliche Verfahren dauert an“, sagte Heckeley der Zeitung. Deshalb ergebe sich keine grundsätzlich neue Situation. Hennes nahm auf Anfrage nicht Stellung. Die bischöflichen Leitlinien zum Umgang mit sexuellem Missbrauch verlangen vom Ortsbischof, „den guten Ruf einer fälschlich beschuldigten oder verdächtigten Person durch geeignete Maßnahmen wiederherzustellen“.

 

Kölner Stadt-Anzeiger