New Braunfels – Was Ermittler in einem unscheinbaren Haus im US-Bundesstaat Texas entdeckten, lässt selbst erfahrene Polizisten erschauern. Zwei völlig verwahrloste Jugendliche wurden aus einem Umfeld befreit, das von den Behörden als Ort massiver Misshandlung beschrieben wird. Die Geschwister sollen über Jahre hinweg isoliert, unterernährt und in enge, verschmutzte Metallkäfige gesperrt worden sein. Nach einem Hinweis rückten die Beamten an – und fanden Kinder vor, die laut Staatsanwaltschaft verängstigt, geschwächt und körperlich stark gezeichnet waren.
Nach Angaben der Ermittler lebten die beiden seit ihrer Aufnahme bei der Adoptivmutter nahezu abgeschottet von der Außenwelt. Schulbesuche, Arzttermine oder soziale Kontakte habe es nicht gegeben. Stattdessen sollen die Jugendlichen in selbst gebauten Gitterboxen schlafen und dort über lange Zeiträume eingesperrt gewesen sein, ohne diese selbst für grundlegende Bedürfnisse verlassen zu dürfen. Die Staatsanwaltschaft schilderte erschütternde Aussagen der Kinder, die berichtet hätten, ständig Hunger gehabt zu haben und bestraft worden zu sein, wenn sie versuchten, an Lebensmittel zu gelangen.
Vor Gericht räumte die Frau ein, die Käfige gebaut und genutzt zu haben, rechtfertigte ihr Vorgehen jedoch mit der Behauptung, die Kinder hätten ein unkontrolliertes Essverhalten gezeigt. Die Behörden widersprachen dieser Darstellung deutlich und verwiesen auf die massiven gesundheitlichen Schäden und Entwicklungsverzögerungen. Ein Gericht verurteilte die Adoptivmutter schließlich zu einer langjährigen Haftstrafe. Die Jugendlichen befinden sich inzwischen in einer geschützten Einrichtung, wo sie medizinisch und psychologisch betreut werden und nach Jahren der Isolation nun Schritt für Schritt in ein normales Leben zurückfinden sollen.
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