Was für ein gewaltiger Schlag ins Gesicht für alle treuen Fans, die vor den Bildschirmen bittere Tränen vergossen haben. Nach dem absolut erbärmlichen und blamablen Scheitern unserer einst so stolzen Nationalelf bei der Weltmeisterschaft meldet sich ausgerechnet der Regierungschef zu Wort, doch statt der erwarteten harten Worte liefert er puren Kuschel-Kurs. Die treuen Anhänger sind fassungslos über das sportliche Desaster und müssen nun auch noch den kollektiven Realitätsverlust in der Chefetage unseres Landes miterleben. Während die Anhänger noch mit den Tränen kämpfen und das bittere Aus im fernen Elfmeterschießen verarbeiten, scheint der Kanzler in einer völlig eigenen, rosaroten Fußball-Welt zu leben.
Auf seiner offiziellen Social-Media-Seite goss der Kanzler nämlich mächtig Öl ins Feuer der ohnehin schon kochenden Fan-Seelen. Statt die lethargische und phasenweise absolut lustlose Nicht-Leistung der Millionengruppe auf dem Rasen schonungslos zu kritisieren, schwafelte das Staatsoberhaupt doch tatsächlich von großem Teamgeist und heroischem Einsatz, der angeblich das ganze Land begeistert habe. Da reibt sich der leidgeprüfte Zuschauer verwundert die Augen und fragt sich ernsthaft, welches Spiel der Mann in seinem hohen Amt eigentlich geschaut hat, denn Begeisterung löste dieser uninspirierte Sommerkick nun wirklich bei niemandem aus.
Die bittere Wahrheit auf dem Platz sah nämlich komplett anders aus als das krampfhaft geschönte Bild, das uns aus dem Kanzleramt verkauft werden soll. Unter der Führung des glücklosen Bundestrainers stolperte die Mannschaft träge, mutlos und erschreckend langweilig über den Rasen, was letztendlich im folgerichtigen und hochverdienten Knock-out gegen die vermeintlichen Außenseiter mündete. Dass nach dieser wiederholten internationalen Demütigung nun stolze Worte über eine angebliche Spitzenleistung verbreitet werden, sorgt in den sozialen Netzwerken für einen gewaltigen Sturm der Entrüstung und lässt die fassungslosen Fans kollektiv mit dem Kopf schütteln.
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