Köln: Feindliche Brüder und schussähnliche Geräusche verursachen großen Polizeieinsatz!

Ein am Donnerstagmorgen (12. September) völlig aus dem Ruder gelaufener Streit zwischen zwei Kölnern (21, 25) zieht erhebliche strafrechtliche Konsequenzen für die beiden Brüder nach sich: Nach einem umfangreichen Polizeieinsatz an deren Wohnanschrift im Ortsteil Mülheim ermittelt nun die Kripo Köln wegen Körperverletzungs- und Drogendelikten gegen die Kontrahenten.

Gegen 7.15 Uhr wurde die Polizei aus dem Mehrfamiliengebäude an der Berliner Straße alarmiert. Mehrere Hausnachbarn hatten „lautes Geschrei und schussähnliche Geräusche“ im Treppenhaus gehört. Mit Schussweste und Maschinenpistole betraten Beamte das Objekt. Weitere Kräfte sperrten die Berliner Straße zum Schutz unbeteiligter Bürger zwischen der Markgrafen- und der Von-Sparr-Straße. Im Hausflur lagen mehrere Patronenhülsen. Die zugehörige Schreckschusspistole fand sich dann in der Dachgeschoss-WG bei dem 25-Jährigen. Dieser räumte unumwunden ein, von seinem jüngeren Bruder mit einem Messer bedroht worden zu sein und daraufhin „5 – 6-mal geschossen“ zu haben. Der 21-Jährige hatte das Haus zwischenzeitlich verlassen.

In der WG stellten die Beamten intensiven Cannabis-Geruch fest. Ein eingesetzter Diensthund fand – auch in den Wohnräumen der anwesenden Mitbewohner (24, 30) – Betäubungsmittel. Darunter auch Amphetamin und diverse Utensilien zum Drogenkonsum. Die Beamten stellten darüber hinaus zwei Fahrzeugscheine sicher, die zur Fahndung ausgeschrieben waren. Gegen 9.45 Uhr war der Einsatz vor Ort beendet, die Sperrungen konnten wieder aufgehoben werden.

Das Kriminalkommissariat 55 hat die Ermittlungen gegen die Brüder wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz – Letzteres auch gegen die WG-Mitbewohner – aufgenommen. (cg)

Polizeipräsidium Köln