Köln: Polizeibekannter Nordafrikaner nach mehreren Raubüberfällen in Folge gefasst

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Kurz nach einem Handy-Diebstahl vor dem Kölner Hauptbahnhof hat ein weit überörtlich Polizeibekannter (18) in der Nacht auf Samstag (4. Mai) zwei Raubdelikte in der Neustadt-Nord verübt. Auch infolge des Engagements geistesgegenwärtiger Zeugen blieb der unmittelbar danach Festgenommene hierbei jedoch erfolglos.

Gegen 2.50 Uhr hatte der mit weißer Daunenjacke und dunkler Hose bekleidete junge Mann sich zunächst an der Domprobst-Ketzer-Straße vor dem Hauptbahnhof in ein wartendes Taxi gesetzt. Dort griff er sich das Smartphone des überraschten Taxifahrers, stieg mit seiner Beute aus und flüchtete. Etwa gegen 3.50 Uhr betrat der Dieb den Verkaufsraum einer Marken-Tankstelle an der Riehler Straße. Dort näherte er sich einem gerade seinen Kaffee bezahlenden Kunden und versuchte, dessen Geldbörse zu entreissen. Der Kölner hielt jedoch dagegen, mehrere Zeugen schritten ein und unterstützten den Geschädigten. Daraufhin flüchtete der verhinderte Räuber ohne Beute. Zu diesen beiden Taten liegen der Kriminalpolizei Bilder aus Überwachungskameras vor.

Nicht so zum letzten Überfall – diesem jedoch folgte aufgrund der Täter- und Fluchtwegbeschreibung durch die Geschädigte die alsbaldige Festnahme des bis dahin flüchtigen Angreifers. Kaum zwanzig Minuten nach dem vergeblichen Raubversuch in der Tankstelle näherte sich der Mann einer Zeitungsausträgerin (51) am nahegelegenen Lentpark: „Er bedrohte mich mit einem spitzen Gegenstand und forderte mehrfach `Gib Geld – gib Geld!´“, teilte die Kölnerin den hinzugerufenen Polizisten mit. Sie habe deutlich gemacht, dass sie kein Geld mitführe, und sich mit einem vorgehaltenen Zeitungsstapel geschützt. Daraufhin habe sich der ihr Unbekannte abgewandt und sei fortgelaufen.

Fahndende Streifenbeamte erkannten den von den Geschädigten beschriebenen Raubtäter an der Adam-Wrede-Straße und nahmen ihn fest. Bei dem 18-Jährigen, der auf seiner Flucht am Neusser Wall mindestens einen VW Seat zerkratzte, stellten die Polizisten drei Mobiltelefone und eine Schere sicher. Das Kriminalkommissariat 14 hat die Ermittlungen wegen versuchten schweren Raubes gegen den Drogenkonsumenten eingeleitet. Heute (5. Mai) wird der bereits zur Abschiebung ausgeschriebene Nordafrikaner sich vor einem Haftrichter verantworten müssen. (cg)

Polizeipräsidium Köln