Kölner Polizei-Skandal: Interne Ermittlungen wegen nicht genehmigter Kolonnenfahrt und Einsatz von Sonder- und Wegerechten von Brühl in den Kreis Euskirchen

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Am Mittwochnachmittag (20. Januar) hat Polizeipräsident Jacob interne Ermittlungen im Zusammenhang mit einer nicht genehmigten Kolonnenfahrt anlässlich der Pensionierung eines langjährigen Mitarbeiters der Polizei Köln beauftragt.

Mitarbeiter der Polizei Köln waren am Vormittag zur Verabschiedung eines Kollegen mit 17 Polizeimotorrädern, einem Sonderfahrzeug der Kölner Spezialeinheiten sowie einem Wasserwerfer unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten von Brühl in den Kreis Euskirchen gefahren. Die nicht genehmigte Kolonnenfahrt mit Blaulicht und eingeschaltetem Martinshorn war bekannt geworden, nachdem die Leiterin einer Kindertagesstätte bei der Polizei in Euskirchen angerufen und den Zweck der Einsatzfahrt hinterfragt hatte. Polizeipräsident Uwe Jacob hat noch am Abend das Innenministerium über die öffentlichkeitswirksame Ausfahrt informiert und nach erster Klärung des Sachverhaltes den Auftrag zur Einleitung dienst- und strafrechtlicher Ermittlungen gegen die Planer und Teilnehmer, unter anderem wegen der missbräuchlichen Nutzung dienstlicher Fahrzeuge beauftragt. Polizeipräsident Uwe Jacob äußert sich zu der Aktion: „Ich habe Verständnis dafür, dass beliebte Mitarbeiter nach über 40 Dienstjahren würdevoll verabschiedet werden. Derartige Aktionen können jedoch Konsequenzen für jeden Einzelnen, aber auch für die Behörde haben. Ich habe mich persönlich bei Landrat Ramers für die Aktion Kölner Polizisten in seinem Zuständigkeitsbereich entschuldigt. Im Rahmen eines Besuchs bei der Kita-Leitung haben wir uns ebenfalls entschuldigt und die „Karten auf den Tisch“ gelegt“. (de/rr)

 

Polizeipräsidium Köln

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