Ladensterben in Sachsen-Anhalt: 800 Geschäfte während Corona-Pandemie geschlossen

Während der Corona-Pandemie hat der Einzelhandel in Sachsen-Anhalt spürbar mehr Geschäfte verloren als üblich. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle in ihrer Mittwochsausgabe. Der Handelsverband Deutschland (HDE) schätzt demnach, dass hier rund 800 Läden in den vergangenen zwei Jahren aufgegeben haben. Bundesweit sind es nach Verbandsangaben 41.000 – das sind etwa vier Mal so viele wie im gleichen Zeitraum vor Corona. „Viele Händler haben so viel Geld verbrannt, dass sie die Reißleine ziehen mussten“, sagte HDE-Landesgeschäftsführer Knut Bernsen der MZ.

Laut Bernsen haben in Sachsen-Anhalt während der Pandemie viele Handelsketten ihre Filialen geschlossen. Zum kommenden Jahr gibt etwa Galeria Karstadt Kaufhof seinen Standort in Halle auf, zuvor hatte die Kette auch in Dessau-Roßlau ihre Filiale nach 26 Jahren geschlossen. Insbesondere der klassische Innenstadthandel mit Kleidung, Uhren und Schmuck habe unter der Pandemie gelitten, so Bernsen.

Mitteldeutsche Zeitung