Lärm-Hotline: Dresdener wettern gegen „Denunzianten-Hotline“!

 

Eine Hotline, damit das Ordnungsamt für Recht und Ordnung sorgen kann. So nennen es die einen. Eine Hotline, um Mitmenschen zu verpetzen und zu denunzieren, nennen es die anderen. In Dresden erregen die Plakate für eine Lärm-Hotline des Ordnungsamtes für Aufsehen. Angeblich geht es um Falschparker, laute Partys oder uneinsichtige Hundehalter. Doch nicht wenige vermuten dahinter den Versuch, Corona-Sünder beim Amt anzuschwärzen. Von einem Verfall in alte Zeiten spricht Holger Zastrow, Chef der FDP-Stadtratsfraktion in Dresden. „Zu DDR-Zeiten gab es hier die allmächtige Staatssicherheit, die sich auch darauf stützte, dass es Informanten gab, dass es Anschwärzer gab, dass es Leute gab, die ihren Nachbarn auf die Finger geguckt haben und diese dann angezeigt haben.“ Auch viele Dresdener äußern in einer Straßenumfrage ihren Unmut. Eine Frau sagte gegenüber RT DE: „Es erinnert mich sehr an DDR-Zeiten. Ich habe auch selber Stasi-Erfahrungen gemacht.“ Was die Dresdener Stadtverwaltung zu den Vorwürfen sagt, bleibt leider ungeklärt. Eine Anfrage von RT DE blieb bis zur Deadline unbeantwortet.

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