Lauterbach nennt Monsanto-Übernahme "Riesenfehler"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach hat den Sparkurs des Leverkusener Chemiekonzerns Bayer scharf kritisiert. Bayer habe mit der Übernahme von Monsanto "einen riesigen Fehler gemacht", sagte der Bundestagsabgeordnete dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Der Vorstand hatte am Dienstagmorgen in einem Brief an die Belegschaft angekündigt, allein in der Verwaltung in Leverkusen 3.000 Stellen zu streichen.

Die Probleme für Bayer wegen des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat seien absehbar gewesen, so Lauterbach. Man müsse konstatieren, dass Glyphosat "die Marke Bayer zerstört". Auch die Einsparungen im Bereich der Pharma-Forschung, in der 900 Stellen wegfallen sollen, bezeichnete der SPD-Gesundheitspolitiker als Fehler. Im Zuge der Monsanto-Übernahme und der Aktientalfahrt sei es dringend nötig, eigene Wirkstoffe zu entwickeln. Der sich abzeichnende Kahlschlag in der Bayer-Verwaltung "macht in der Fusionsphase keinen Sinn", so Lauterbach. Für Leverkusen sei der Bayer-Kurs eine Katastrophe, ganz klar "eine Entscheidung gegen die Stadt".

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