„Mad Max“ in losgelösten Finanzmärkten

Wir erleben in Zeiten der immer offensichtlicher „konstruierten“ Corona-Krise eine beispiellose Trennung von Realwirtschaft und Finanzwesen. Während wir mittels der Corona-Maßnahmen in weiten Teilen unser Wirtschaftsleben ruinieren, feiern die Börsen derweil neue Höchststände. Ein Hoch auf die Börse, ein Prosit auf Bier-Aktien!, als kämen die Geldjongleure aus der Ekstase gar nicht mehr heraus. Das ist nicht nur völlig irrational, sondern auch ein untrügliches Zeichen für den Niedergang. Dahingehend, dass uns das gesamte System alsbald um die Ohren fliegen muss. Es ist also nicht mehr die Frage des „ob“, sondern lediglich noch die Frage des „wann“.

Wäre eine zutreffende Korrelation zwischen Realwirtschaft und Finanzwesen gegeben, müsste sich der abzeichnende wirtschaftliche Einbruch und die damit verbundenen Einbußen an der Börse, mit entsprechenden Wertkorrekturen, abbilden. Das ist aber nicht der Fall. Der DAX schlägt immer noch oberhalb der 12.000er Marke seine Volten, als habe dort niemand etwas von einer realwirtschaftlichen Krise gehört. Umso katastrophaler werden sich die Folgen eines Tages zeigen, da sich parallel zum Zeitablauf der Krise einzig die Fallhöhe des Systems erhöht hat.

Das vagabundierende Geld sucht sich seine Bahnen

Wie am Beispiel der Hertz-Aktie (Autovermieter) überdeutlich wurde, interessierte sich dort nach dem Konkurs des Unternehmens immer noch niemand für wirtschaftliche Fakten. Der Kurs hob noch einmal richtig ab und schaffte fast noch eine Versiebenfachung nach der Pleite (0,75€ auf 5,07€). Da steigen Profis in der Regel schon vor der Insolvenz aus, während die Zocker mit einer gewissen Durchdringung in der sozialen Medien völlig unbedarfte Kundschaft für so ein totes Pferd begeistern und fast schon in krimineller Weise so ihre Kommunikationsmacht ausnutzen, um fragwürdige Profite zu generieren.

Ähnliche Szenen, wenngleich in einem ganz anders geartetem Segment, spielen sich im Bereich der Kryptowährungen ab. Nachdem das Geld vor Langeweile einfach nicht mehr weiß „wohin“, bieten sich selbstverständlich auch hier rasante Möglichkeiten, die nicht weniger losgelöst von allen realwirtschaftlichen Ereignissen sind. Was auf der einen Seite die Irrationalität mit toten Aktienwerten beschreibt, ist in diesem Bereich für den Außenstehenden die unkalkulierbare Volatilität solcher Digitalwährungen. Selbst hier sind Manipulationsmöglichkeiten, wie in den Aktienmärkten nicht auszuschließen. Es ist und bleibt ein Spiel mit dem Feuer und ist definitiv nichts für Sparer sondern vorwiegend für Spieler, die im ungünstigsten Fall auf ihren Einsatz verzichten können.

„Mad Max“ in losgelösten Finanzmärkten

So, als würde dieser Wahnsinn noch nicht reichen, setzen die Notenbanken dem Treiben nun noch die „Corona“ auf. Unter dem Vorwand der Corona-Krisenintervention kaufen sowohl die FED als auch die EZB die Staatsschrott-Anleihen aus den Banken heraus, um diese zu stützen. Dieser weg wird gegangen, weil den Notenbanken die direkte Staatsfinanzierung untersagt ist. So hat die Finanzmafia einen sagenhaften bis traumatischen Umweg gefunden, die Banken wieder mit Liquidität zu versorgen. Irrwitziger Weise geht die so aus freien Stücken geschöpfte Liquidität allerdings nicht in realwirtschaftliche Projekte. Das produzierende Gewerbe sieht davon allenthalben einige Krümel.

In weiten Teilen geht die Liquidität jetzt in Kredite für Aktienkäufe und treibt damit die Blasenbildung im Finanzsektor weiter massiv voran. Auf Kredit gekaufte Aktien sind bei einem zu erwartenden Kursverfall, der irgendwann aus Gründen einer realwirtschaftlichen Marktanpassung erfolgen müssen, der letzte Tropfen Gift, um alles grundlegend verrecken zu lassen. Quasi eine Schadenspotenzierung auf allerhöchstem Niveau. In Verbindung mit der aktuellen Situation dann vielleicht wie hier beschrieben: Corona und der herbeigeführte Crash. Wie sonst, als mit „Mad Max“, sollte man dieses offensichtliche Treiben denn noch beschreiben?

Hilfsweise könnte man es noch mit dem Wachstum von Krebsgeschwüren gleichsetzen, die den Rest eines Körpers in Windeseile zerfressen, bis dieser dann endgültig seinen Geist aushaucht. Mithin rauschen wir jetzt sehenden Auges in den Abgrund und feiern dies auch noch, bis die fabrizierte Illusion am Tag „X“ zerplatzt wie eine riesige Seifenblase. Ab dem Tag darf dann mit dem Heulen und Zähneklappern begonnen werden, weil wir nicht in der Lage waren uns zeitig genug aus diesen Traumgebilden zu verabschieden. Es konnte ja niemand ahnen.

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