Melbourne: Arbeitsverbot, Impfpflicht und Lockdown – Protest gegen Maßnahmen der Regierung!

Mehr als 1000 Demonstranten, darunter viele Bauarbeiter, denen eine Impfpflicht auferlegt wurde, brachten ihre Wut auf den Straßen im Zentrum von Melbourne zum Ausdruck. Die Bauindustrie ist von einer über Nacht verhängten zweiwöchigen Schließung betroffen. Australien setzt in der Corona-Krise auf die Schließung der Außengrenzen und lokale Lockdowns. In Sydney und Melbourne, den beiden größten Städten Australiens, sorgte diese Politik für „Dauer-Lockdowns“. In der Millionenstadt Melbourne war der sechste Lockdown Ende August verlängert worden. Das heißt, die nächtliche Ausgangssperre und Versammlungsverbote gelten weiterhin. Vieles ist nun schon seit langer Zeit dauerhaft geschlossen, sogar Spielplätze. Diese Zustände und Maßnahmen haben jetzt Hunderte von Demonstranten auf die Straßen von Melbourne getrieben. Der Premierminister von Victoria, Dan Andrews, hatte letzte Woche alle Bauarbeiter aufgefordert, sich bis zum 23. September um Mitternacht impfen zu lassen. Ansonsten würden sie ihren Arbeitsplatz verlieren. Am Montagabend kündigte die Regierung des Bundesstaates an, dass das Baugewerbe im Großraum Melbourne sowie in einigen Regionen ab Dienstag für zwei Wochen stillgelegt werden würde. Die Demonstration artete in Gewalt aus, als die Menge der Protestler auf die Polizei traf. Die eingesetzten Beamten waren in der Unterzahl und mussten flüchten. Die Polizei setzte Tränengas, Rauchgranaten und Gummigeschosse ein, während die Protestler Fackeln, Steine und Flaschen auf die Sicherheitsbeamten warfen. Die Polizei verurteilte die gewaltbereiten Demonstranten als „Egoisten“ und „Feiglinge“. Den Polizeiangaben zufolge wurden 62 Demonstranten vorläufig festgenommen. Bei den Protesten wurden drei Polizisten und ein Journalist leicht verletzt, mehrere Polizeiautos beschädigt. Der Polizeichef von Victoria, Shane Patton, sagte, dass die Bewältigung der Menschenmenge, die etwa 1.000 bis 2.000 überwiegend männliche Personen umfasste, für die rund 500 Beamten im Einsatz eine Herausforderung darstellte.

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