Friedrich Merz ist dort angekommen, wo ihn immer mehr Bürger verorten: im politischen Umfragetief. Die Stimmung im Land kippt spürbar, die Geduld schwindet, und die Unzufriedenheit mit dem Kanzler wächst von Woche zu Woche. Medien berichten von einer erdrückenden Mehrheit, die mit seiner Arbeit hadert, während Berlin weiter so tut, als sei alles unter Kontrolle. Doch der Eindruck verfestigt sich: Dieser Kanzler regiert am Volk vorbei. Große Ankündigungen, harte Worte und markige Versprechen verpuffen, sobald sie den Praxistest bestehen müssen. Was bleibt, ist Ernüchterung und das Gefühl, erneut auf politische Luftnummern hereingefallen zu sein.
Besonders bitter wirkt dabei die Spaltung der öffentlichen Wahrnehmung. Während ein großer Teil der Bevölkerung längst innerlich abgeschaltet hat, hält eine kleinere Gruppe weiterhin zu Merz – ungeachtet der politischen Bilanz. Kritiker fragen sich, wie viel Vertrauensbruch, wie viele gebrochene Zusagen und wie viel Realitätsverweigerung noch nötig sind, um auch diese letzten Unterstützer zu erreichen. Die Union wirkt ausgezehrt, orientierungslos und defensiv, als habe sie ihren eigenen Anspruch auf Führung verloren. Statt Aufbruch herrscht Stillstand, statt Stabilität Chaos, statt Klarheit politisches Nebelwerfen.
Gleichzeitig zieht eine andere politische Kraft an der Union vorbei und profitiert von der Enttäuschung über das Regierungshandeln. Das ist weniger ein Zeichen für Begeisterung als ein Alarmsignal für den Zustand der Kanzlerpartei. Unter Merz hat die CDU sichtbar Vertrauen verspielt und den Eindruck hinterlassen, mehr mit sich selbst als mit den Sorgen der Bürger beschäftigt zu sein. Die zentrale Frage schwebt wie eine dunkle Wolke über Berlin: Wie lange lässt sich eine Regierung halten, die den Rückhalt im Land immer weiter verliert, während der Kanzler unbeirrt so tut, als sei das alles nur ein vorübergehendes Stimmungstief.
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