Heidelberg steht nach einer erschütternden Gewalttat unter Schock. Mitten in der Stadt soll eine Gruppe jugendlicher Mädchen zwei Schwestern nach einem zunächst verbalen Streit auf brutalste Weise angegriffen haben. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler eskalierte die Auseinandersetzung innerhalb kürzester Zeit zu einer regelrechten Gewaltorgie. Die mutmaßlichen Täterinnen sollen dabei nicht nur Glasflaschen eingesetzt, sondern auch mit einem Messer auf ihre Opfer losgegangen sein. Für die beiden jungen Frauen endete der Abend mit schweren Verletzungen und einem Krankenhausaufenthalt. Die Staatsanwaltschaft geht von einer gemeinschaftlich begangenen gefährlichen Körperverletzung in Verbindung mit schwerer Körperverletzung aus. Gegen die jugendlichen Tatverdächtigen wurden Haftbefehle erlassen, die inzwischen vollstreckt worden sind.
Besonders dramatisch soll sich die Situation entwickelt haben, als die ältere Schwester infolge der Angriffe zusammenbrach und zeitweise das Bewusstsein verlor. Während die jüngere Schwester ihrer verletzten Angehörigen helfen wollte, soll auch sie Ziel weiterer Attacken geworden sein. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden erlitt die jüngere Schwester Schnittverletzungen im Gesicht, während die ältere Schwester unter anderem ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, Stichverletzungen sowie tiefe Gesichtsverletzungen davontrug. Sie musste stationär medizinisch versorgt werden. Die Brutalität des Angriffs sorgt weit über Heidelberg hinaus für Entsetzen und wirft erneut Fragen über die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen auf.
Für besonderes Entsetzen sorgt nach Darstellung der Ermittler jedoch nicht nur die eigentliche Tat. Den Beschuldigten wird außerdem vorgeworfen, sich nach dem Angriff über die schwer verletzten Schwestern lustig gemacht zu haben, während diese am Boden lagen. Nach intensiven Ermittlungen konnten die mutmaßlichen Täterinnen identifiziert werden. Das zuständige Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und ordnete Untersuchungshaft an. Selbst eine erst vierzehnjährige Tatverdächtige kam in Haft – ein Schritt, der nach Angaben der Polizei außergewöhnlich ist und mit der besonderen Schwere des vorgeworfenen Geschehens begründet wird. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern weiterhin an. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für alle Beschuldigten die Unschuldsvermutung.
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