Nach Corona-Schockanrufen: Warum nimmt Polizei zwei Personen fest?

Zivilpolizisten haben am Donnerstagnachmittag (6. Mai) zwei mutmaßliche Betrüger (31, 34) in Köln-Sürth bei einer fingierten Geldübergabe festgenommen.

Die Tatverdächtigen sollen gemeinsam mit noch unbekannten Komplizen eine Kölnerin (49) bereits im Vorfeld um mehrere 1000 Euro gebracht haben. Sie sollen die Kölnerin in den letzten zwei Wochen immer wieder angerufen und unter Druck gesetzt haben. Erst behaupteten die Anrufer Geld für Corona-Erkrankte zu sammeln, zuletzt behaupteten sie, dass der Sohn der 49-Jährigen ebenfalls an Covid-19 erkrankt wäre und für dessen Behandlung eine fünfstellige Geldsumme benötigt würde.

Als die Tochter (23) der Geschädigten die Situation aufmerksam wurde, verständigte sie die Polizei. Einsatzkräfte in zivil nahmen bei der geplante Geldübergabe vor der Wohnanschrift von Mutter und Tochter gegen 12.30 Uhr einen tatverdächtigen Mann (34) aus Moldawien fest. Seinen Komplizen, einen 31 Jahre alten Bulgaren, stellten weitere Kriminalpolizisten auf dem Gelände einer naheliegenden Tankstelle. Laut Zeugenaussagen waren die beiden Männer zusammen mit einem Auto zum Tatort gefahren.

Die Ermittler des Kriminalkommissariats 52 werden die beiden Festgenommenen noch im Laufe des heutigen Tages einem Haftrichter vorführen. (cr/cs)

Polizeipräsidium Köln

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