NRW-Städte rufen Kontingent nicht ab: 800 Schulbusse stehen in Depots

Die von der NRW-Landesregierung wegen der Pandemie für die Kommunen organisierten zusätzlichen rund 1000 Schulbusse werden von den Städten kaum genutzt. „80 Prozent des Kontingents von 1000 Bussen sind noch nicht abgerufen worden“, sagte Christian Gladasch, Geschäftsführer des Verbandes Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen, der „Rheinischen Post“ (Samstag). Er könne nicht nachvollziehen, wieso das so sei, zumal der Bedarf wegen der Pandemie groß sei. „Ein Anruf bei uns reicht quasi aus, und der Bus steht am nächsten Tag bereit, um die Kinder und Jugendlichen zur Schule zu fahren.“, sagte Gladasch. Es gebe aber auch Kommunen, die schnell von dem Angebot Gebrauch gemacht hätten. „Solingen und Euskirchen sind zwei Positivbeispiele“, sagt Gladasch. Und auch im Kreis Borken seien einige Busse bestellt worden, wie es aus dem NRW-Verkehrsministerium hieß. Die Landesregierung hatte den Städten zum Schulstart nach den Sommerferien in Abstimmung mit dem Omnibusverband 1000 zusätzliche Schulbusse zur Verfügung gestellt. Damit sollen die Schüler mehr Abstand haben, wenn sie zur Schule fahren und trotz Maskenpflicht nicht dicht gedrängt eine Virusinfektion riskieren müssen. Die Maßnahme ist zunächst für die 43 Schultage bis zu den Herbstferien vorgesehen. Dafür werden 13,5 Millionen Euro bereitgestellt.

 

Rheinische Post

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