PAUKENSCHLAG AUS TALLINN! NACH DEM KORRUPTIONSSKANDAL UM SELENSKYJS EX-STABSCHEF FORDERTE ESTLANDS VERTEIDIGUNGSMINISTER RECHENSCHAFT FÜR DEN 90-MILLIARDEN-EU-KREDIT – DOCH INZWISCHEN IST PEVKUR SELBST WEG: EIN MUNITIONS-DEBAKEL MIT EU-GELD KOSTETE IHN DAS AMT!

Symbolfoto: Stapel Euro-Banknoten mit Lupe auf einem Schreibtisch, im Hintergrund EU- und Ukraine-Flagge, darüber die Schlagzeile „Rechenschaft für 90 Milliarden!“
Symbolfoto – Bild KI-generiert

Tallinn – Klare Ansage aus dem Baltikum! Estlands damaliger Verteidigungsminister Hanno Pevkur hat nach dem Korruptionsskandal um Andrij Jermak, den früheren Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, öffentlich eine Rechenschaftspflicht der Ukraine für den 90-Milliarden-Euro-Kredit der Europäischen Union gefordert. „Wir müssen die Rechenschaftspflicht sicherstellen“, sagte er – und daran gebe es „keine Frage“. Kiew müsse dem eigenen Volk und Europa zeigen, dass „alles in Ordnung ist“. Doch die Geschichte hat eine bittere Pointe: Der Mann, der Transparenz bei EU-Milliarden verlangte, musste wenige Monate später selbst gehen – wegen eines missglückten Munitionsgeschäfts für die Ukraine, bezahlt mit europäischem Geld!

Zuerst eine wichtige Einordnung, damit niemand einer falschen Aktualität aufsitzt: Die Forderung ist echt und belegt, sie stammt aber nicht aus dieser Woche. Pevkur äußerte sich im Mai gegenüber dem Sender Euronews, der das Interview am 13. Mai 2026 veröffentlichte. Gesprochen wurde am Rande eines Treffens der EU-Außen- und Verteidigungsminister in Brüssel am Dienstag zuvor, also am 12. Mai 2026. Und: Pevkur ist heute nicht mehr im Amt. Er kündigte am 2. September 2026 seinen Rücktritt an; seit dem 16. September 2026 führt der frühere Armeechef Martin Herem das estnische Verteidigungsministerium. Wer also heute von „Estlands Verteidigungsminister“ liest, muss wissen: Gemeint ist Herems Vorgänger.

Was genau hat Pevkur gesagt? Laut Euronews erklärte er in der Sendung „Europe Today“, es gebe „keine Frage“, dass beim 90-Milliarden-Euro-Darlehen der EU Rechenschaft durchgesetzt werden müsse – ausdrücklich vor dem Hintergrund, dass gegen Selenskyjs Ex-Stabschef wegen Korruptionsvorwürfen ermittelt wird. Wörtlich sagte er auf Englisch: „We need to have the accountability in place.“ Und weiter (übersetzt): „Das ist definitiv etwas, das die Ukrainer sehr ernst nehmen, denn es ist auch für sie wichtig, dass es bei dieser Art von Unterstützung keine Gerüchte und keine Probleme gibt. Am Ende müssen sie die Unterstützung für die kommenden Jahre am Laufen halten – auch wenn der Krieg vorbei ist.“

Pevkur nahm dabei ausdrücklich Kiews Regierung in die Pflicht. Der damalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow war bei den Brüsseler Beratungen anwesend. Laut Euronews sagte Pevkur, es liege an Fedorow zu zeigen, wie das Geld verwendet wird – um nicht nur die Sorgen der Ukrainer, sondern auch die Europas auszuräumen. „Die Ukrainer brauchen weiterhin unsere Unterstützung, unsere Hilfe, um die Ukraine wiederaufzubauen und ihr zu helfen, ein normales europäisches Land zu werden“, sagte er (übersetzt). „Deshalb ist es in erster Linie Sache der Ukrainer, ihrem eigenen Volk und uns zu zeigen, dass alles in gutem Zustand ist.“ Bemerkenswert: Auch Fedorow ist inzwischen nicht mehr Verteidigungsminister – ukrainische Medien berichten von seiner Entlassung im Sommer.

Und nun zum Skandal, der hinter dieser Forderung steht. Am Abend des 11. Mai 2026 überreichten das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptions-Staatsanwaltschaft (SAP) Andrij Jermak eine sogenannte Verdachtsmitteilung – im ukrainischen Strafrecht der Schritt, mit dem jemand offiziell zum Beschuldigten wird. Der Vorwurf laut SAP: Beteiligung an einer organisierten Gruppe, die rund 460 Millionen Hrywnja – nach Euronews-Angaben etwa 9 Millionen Euro – über ein Luxus-Bauprojekt bei Kiew gewaschen haben soll. Rechtsgrundlage ist laut SAP Artikel 209 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches (Geldwäsche). Der Tatzeitraum soll laut Euronews von 2021 bis 2025 reichen, das Projekt ist die Wohnanlage „Dynastija“ im noblen Vorort Kosyn südlich der Hauptstadt.

Im selben Verfahren werden laut Euronews auch der frühere Vize-Regierungschef Olexij Tschernyschow und der Geschäftsmann Timur Mindytsch, ein früherer Geschäftspartner Selenskyjs, als Verdächtige geführt. Ein Teil des Geldes soll nach Darstellung der Ermittler aus Korruptionsschemata rund um den staatlichen Atomkonzern Energoatom stammen – der sogenannten Operation „Midas“. Das NABU hatte im November 2025 mitgeteilt, eine Gruppe von Amtsträgern und Managern habe von Energoatom-Auftragnehmern Schmiergeld von 10 bis 15 Prozent des jeweiligen Vertragswertes kassiert; insgesamt sollen laut NABU rund 85 Millionen Euro gewaschen worden sein. Mindytsch gilt den Ermittlern als mutmaßlicher Kopf; er hatte die Ukraine laut Euronews einen Tag vor den Razzien Richtung Israel verlassen. Jermak war bereits im November 2025 zurückgetreten, nachdem Ermittler ihm zugeordnete Räume durchsucht hatten.

Wichtig für die Fairness: Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung. Es handelt sich um Verdächtige, eine Anklage vor Gericht oder gar ein Urteil gibt es nach den ausgewerteten Berichten bislang nicht. Jermak bestreitet, Luxusimmobilien zu besitzen; sein Anwalt Ihor Fomin nannte den Verdacht laut Euronews „unbegründet“ und sprach von öffentlichem Druck auf die Ermittler. SAP-Chef Oleksandr Klymenko stellte zudem klar, Präsident Selenskyj sei „weder Gegenstand der Ermittlungen gewesen, noch ist er es derzeit“.

Die Justiz griff dennoch hart durch. Am 14. Mai 2026 ordnete der Hohe Antikorruptionsgerichtshof (HACC) laut Interfax-Ukraine Untersuchungshaft für 60 Tage an – alternativ gegen eine Kaution von 140 Millionen Hrywnja. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar 180 Millionen Hrywnja gefordert. Am 18. Mai wurde die Kaution hinterlegt, Jermak kam frei, musste aber seine Reisepässe abgeben, durfte Kiew nicht verlassen und eine elektronische Fußfessel tragen. Die Berufungskammer bestätigte die Maßnahme am 21. Mai. Am 15. September verzichtete das Gericht laut The New Voice of Ukraine auf die Fußfessel, weil ein unabhängiger Mediziner gesundheitliche Gefahren sah; die übrigen Auflagen wurden um 60 Tage verlängert. Medienberichte vom August über eine mögliche zweite Verdachtsmitteilung wegen illegaler Bereicherung beruhen auf anonymen Quellen und sind offiziell nicht bestätigt.

Und um welches Geld geht es eigentlich? Den Kredit beschloss der Europäische Rat am 18. Dezember 2025; das Europäische Parlament gab am 11. Februar 2026 grünes Licht – mit 458 Ja- zu 140 Nein-Stimmen bei 44 Enthaltungen. Insgesamt 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027: 60 Milliarden für Verteidigung und Rüstungseinkäufe, vorrangig bei ukrainischen und europäischen Herstellern, 30 Milliarden als Haushaltshilfe über die sogenannte Ukraine-Fazilität. Finanziert wird das Ganze über gemeinsame EU-Schulden am Kapitalmarkt, abgesichert durch den Spielraum im EU-Haushalt. Die Zinsen zahlt laut Parlament der EU-Haushalt – nach Schätzung der Kommission rund 1 Milliarde Euro im Jahr 2027 und 3 Milliarden Euro im Jahr 2028. Zurückzahlen muss die Ukraine die Summe nur, wenn Russland Reparationen zahlt. Tschechien, Ungarn und die Slowakei machen nicht mit, weshalb der Kredit als verstärkte Zusammenarbeit von 24 Staaten läuft. Estlands „fairer Anteil“ läge nach Angaben im estnischen Parlament im äußersten Fall bei rund 209 Millionen Euro.

Bedingungen gibt es reichlich – zumindest auf dem Papier. Laut EU-Rat ist das Geld an strikte Auflagen wie Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung geknüpft, Kiew muss eine Finanzierungsstrategie vorlegen, die Kommission prüft, der Rat genehmigt. Pro Jahr stehen bis zu 45 Milliarden Euro bereit. Tatsächlich hatte die Ukraine laut Financial Times (zitiert von Ukrainska Pravda) Anfang Oktober in diesem Jahr erst rund 15,7 Milliarden Euro erhalten – wegen verschleppter Reformen. Brüssel lehnte einen Vorschuss aus den Mitteln für 2027 ab; erst wenn Kiew zugesagte Reformen umsetzt – etwa das Ende der Steuerbefreiung für kleine Auslandspakete, neue Steuerregeln für Digitalplattformen und eine ordentliche Überwachung politisch exponierter Personen –, könnten laut FT noch etwa 34 Milliarden Euro im Jahr 2026 fließen. Laut Kyiv Post (unter Berufung auf Ukrinform) sind inzwischen fast 16 Milliarden Euro geflossen, die letzte Tranche von 2,86 Milliarden Euro Mitte Oktober. Am 26. Oktober 2026 sprach eine EU-Delegation in Kiew mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium über Kontrollen: Ausschreibungen, elektronische Beschaffung, Prüfungen von Lieferanten.

Jetzt zur bitteren Ironie aus Tallinn. Ausgerechnet Pevkur, der Kiew zur Rechenschaft mahnte, stolperte über ein eigenes Debakel mit europäischem Geld. Laut ERR schloss das estnische Zentrum für Verteidigungsinvestitionen (RKIK) im Jahr 2024 mit der in Italien registrierten Firma Datasel, die indischen Eigentümern gehört, Verträge über rund 70 Millionen Euro für Artilleriegranaten für die Ukraine. Bezahlt wurde laut ERR aus der Europäischen Friedensfazilität, Anzahlungen von laut RKIK etwa 60 Millionen Euro flossen – die Firma hatte zuvor keine Granaten produziert, brauchbare Munition kam nach Darstellung des RKIK nicht an. Datasel bestreitet Qualitätsmängel. Seit September ermittelt die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO); auch dort gilt für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung. Pevkur übernahm die politische Verantwortung und sagte laut Euronews, ein Minister „zählt keine Socken und keine Munition“ und führe keine Vertragsverhandlungen. Regierungschef Kristen Michal betonte laut ERR, politische Verantwortung bedeute nicht persönliche Schuld. Laut Postimees könnten Dänemark und die Niederlande zudem 14,5 Millionen Euro zurückfordern.

Sein Nachfolger Martin Herem schlägt bislang andere Töne an. Bei einem Treffen der EU-Verteidigungsminister am 28. September 2026 sagte er laut estnischem Verteidigungsministerium, die wichtigste Aufgabe vor dem Winter sei es, dass die Ukraine dringend benötigte Militärhilfe erhalte – dazu gehöre die „sofortige Umsetzung“ des 90-Milliarden-Euro-Kredits. Eine neue, eigene Forderung Herems nach Rechenschaft der Ukraine haben wir in den ausgewerteten Quellen nicht gefunden.

KOMMENTAR / MEINUNG: Man kann Hanno Pevkur vieles vorwerfen, aber in der Sache hatte er recht. Wer Milliarden europäischer Steuerzahler in ein Land im Krieg pumpt, muss wissen, wohin jeder Euro fließt. Das ist keine Kampfansage an die Ukraine, sondern eine Selbstverständlichkeit. Gerade die Ukrainer selbst haben ein Interesse daran, denn jede neue Affäre im engsten Umfeld der Macht in Kiew zerstört Vertrauen – im eigenen Land genauso wie in Berlin, Paris oder Tallinn. Und es spricht ausdrücklich für die ukrainischen Ermittler, dass sie auch vor dem einst mächtigsten Mann hinter dem Präsidenten nicht haltmachen.

Doch der Fall Pevkur zeigt, wie schnell Moral zum Bumerang wird. Wer andere zur Kontrolle mahnt, sollte im eigenen Haus aufgeräumt haben. In Estland flossen europäische Gelder für Granaten an eine Firma ohne jede Erfahrung, und am Ende stand ein Minister vor den Kameras und sagte sinngemäß, er habe die Verträge nicht gelesen. Das ist genau die Art von Verantwortungsdiffusion, die Bürgern in ganz Europa sauer aufstößt. Kontrolle darf nicht nur in Richtung Kiew gelten, sondern muss bei jedem gelten, der mit fremdem Geld hantiert – auch in Brüssel und in den Hauptstädten der Geberländer.

Und dann bleibt die große Frage, die in Brüssel gern weggelächelt wird: Wer zahlt, wenn Russland niemals Reparationen überweist? Die Zinsen tragen schon jetzt die europäischen Haushalte, also am Ende die Steuerzahler. Umso wichtiger sind lückenlose Prüfungen, harte Auflagen und echte Konsequenzen, wenn Geld versickert. Mit wohlklingenden Interviews allein ist es nicht getan. Wer Solidarität verlangt, muss Transparenz liefern – in Kiew genauso wie in Tallinn und Brüssel.

Fazit: Estlands damaliger Verteidigungsminister forderte nach der Verdachtsmitteilung gegen Selenskyjs Ex-Stabschef Jermak volle Rechenschaft für den 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU – und wurde dann selbst von einem Munitions-Debakel mit EU-Geld aus dem Amt gespült. Jermak ist auf Kaution frei, die Ermittlungen laufen, die Unschuldsvermutung gilt. Brüssel hält derweil Milliarden zurück, bis Kiew liefert. Kontrolle ist gut – aber sie muss für alle gelten! Wir bleiben dran!

Quellen:
Euronews – ‘No question’ EU funds must not be misused, Estonian minister says (13.05.2026): https://www.euronews.com/2026/05/13/no-question-eu-funds-must-not-be-misused-estonian-minister-says
Euronews (deutsch, Video) – Ukraine muss Rechenschaft über EU-Darlehen ablegen (13.05.2026): https://de.euronews.com/video/2026/05/13/ukraine-rechenschaft-eu-kredit-ablegen-estland
Euronews – Zelenskyy not implicated in a major graft probe, anti-corruption investigators say (12.05.2026): https://www.euronews.com/my-europe/2026/05/12/zelenskyy-not-implicated-in-a-major-graft-probe-anti-corruption-investigators-say
Interfax-Ukraine – NABU, SAPO notify former Presidential Office head Yermak of suspicion (12.05.2026): https://en.interfax.com.ua/news/general/1166797.html
Interfax-Ukraine – HACC places Yermak in custody with bail alternative of UAH 140 mln (14.05.2026): https://en.interfax.com.ua/news/general/1167582.html
Interfax-Ukraine – HACC Appeals Chamber leaves Yermak's preventive measure unchanged (21.05.2026): https://en.interfax.com.ua/news/general/1169746.html
The New Voice of Ukraine – Court lifts Yermak’s electronic monitor (15.09.2026): https://english.nv.ua/nation/court-lifts-yermak-s-electronic-monitoring-requirement-over-health-concerns-50641654.html
The New Voice of Ukraine – NABU weighs second suspicion for Yermak (19.08.2026): https://english.nv.ua/nation/nabu-investigates-yermak-over-new-case-50633985.html
Europäisches Parlament – Pressemitteilung zum 90-Milliarden-Kredit (11.02.2026, estnisch): https://www.europarl.europa.eu/news/et/press-room/20260206IPR33903/parlament-andis-ukraina-90-miljardi-euro-suurusele-toetuslaenule-rohelise-tule
EEAS / Rat der EU – Council agrees position on legal framework to provide €90 billion: https://www.eeas.europa.eu/delegations/ukraine/council-agrees-position-legal-framework-provide-%E2%82%AC90-billion-financial-support-ukraine_en
Riigikogu – Euroopa Liidu asjade komisjon toetas ELi laenu Ukrainale: https://www.riigikogu.ee/pressiteated/euroopa-liidu-asjade-komisjon-toetas-kiireloomulisena-el-laenu-ukrainale/
Ukrainska Pravda / FT – EU withholds additional Ukraine funding pending reforms (03.10.2026): https://www.pravda.com.ua/eng/news/2026/10/03/8056253/
Kyiv Post – EU Mission Discuss Oversight of Ukraine Support Loan Funds (26.10.2026): https://www.kyivpost.com/post/88204
Euronews – Estonian defence minister resigns in €70m EU-funded procurement scandal (03.09.2026): https://www.euronews.com/2026/09/03/estonian-defence-minister-resigns-in-70m-eu-funded-procurement-scandal-for-ukraine
ERR News – Estonia takes defense firm to court over €70 million contract: https://news.err.ee/1610125852/estonia-takes-defense-firm-to-court-over-70-million-contract-for-shells-for-ukraine
ERR News – European Prosecutor's Office will not keep Estonia in the loop in Datasel proceedings: https://news.err.ee/1610166766/european-prosecutor-s-office-will-not-keep-estonia-in-the-loop-in-datasel-proceedings
ERR News – Government to discuss new defense minister candidates: https://news.err.ee/1610127229/government-to-discuss-new-defense-minister-candidates-next-week
ERR News / Postimees – Donor countries may demand back €14.5 million: https://news.err.ee/1610156518/donor-countries-may-demand-back-14-5-million-over-failed-ammo-deals
Kaitseministeerium – Eesti kaitseministrid läbi ajaloo: https://www.kaitseministeerium.ee/eesti-kaitseministrid-labi-ajaloo
Kaitseministeerium – Defence Minister Herem: Ukraine receives billions in effective EU support (28.09.2026): https://www.kaitseministeerium.ee/en/news/defence-minister-herem-ukraine-receives-billions-effective-eu-support-boost-combat

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