PAUKENSCHLAG IN „BAYRISCH GUANTANAMO“ LOHR AM MAIN! HOKUSPOKUS-VORWURF GEGEN GEFÄHRLICHKEITSPROGNOSEN – DIAGNOSEN JETZT MASSIV IN DER KRITIK!

Das sind plötzlich ganz neue Töne im Fall rund um das Bezirkskrankenhaus Lohr am Main! Über lange Zeit sollen nach Darstellung der Kritiker immer wieder psychiatrische Diagnosen und daraus abgeleitete Gefährlichkeitsprognosen eine zentrale Rolle gespielt haben. Besonders scharf richtet sich die Kritik gegen den früher zuständigen Psychotherapeuten Höfling. Ihm wird vorgeworfen, aus Diagnosen wie Größenwahn, Schizophrenie und einer angeblichen endogenen Schizophreniefähigkeits-Störung weitreichende Zukunftsszenarien abgeleitet zu haben. Nach Darstellung der Kritiker sei sinngemäß argumentiert worden, solche angenommenen Erkrankungen könnten möglicherweise dazu führen, dass Betroffene irgendwann Straftaten begehen oder sogar Menschen töten könnten – obwohl entsprechende Taten zum Zeitpunkt solcher Einschätzungen gerade nicht begangen worden seien. Genau hier entzündet sich der massive Streit: Wie belastbar kann eine Gefährlichkeitsprognose sein, wenn sie sich wesentlich auf angenommene zukünftige Entwicklungen stützt und nicht auf tatsächlich eingetretene Taten?

Besonders brisant ist dabei ein weiterer Punkt, der nach Angaben der Kritiker immer wieder zur Begründung einer besonderen Gefährlichkeit herangezogen worden sein soll: die Polizei- und Militärausbildung sowie Kampfsporterfahrung des Betroffenen. Daraus sei eine besondere Gefährlichkeit konstruiert worden, obwohl Ausbildung, berufliche Erfahrung oder sportliche Fähigkeiten für sich genommen noch keinen Beweis dafür liefern, dass eine Person künftig Straftaten begeht. Die Kritiker sprechen deshalb von Spekulationen und einer Art Blick in die Glaskugel, da in 6,5 Jahren nie ein Gewaltvorfall war, im Gegenteil, den Herr Krebs half anderen Patienten und beschützte das Personal vom BKH . Sie werfen Höfling vor, aus persönlichen Fähigkeiten, psychiatrischen Bewertungen und hypothetischen Zukunftsszenarien ein Gefahrenbild zusammengesetzt zu haben, das sich nach ihrer Darstellung in der Realität bislang nicht bestätigt habe. Auch die Diagnosen selbst werden dabei zunehmend infrage gestellt. Der Vorwurf lautet, dass mit schwerwiegenden psychiatrischen Begriffen gearbeitet worden sei, deren tatsächliche Tragfähigkeit und Bedeutung im konkreten Fall genauer überprüft werden müssten. Persönliche Angriffe auf Höflings eigenen Gesundheitszustand lassen sich dagegen ohne belastbare medizinische Grundlage nicht als Tatsache feststellen und sind deshalb von der sachlichen Kritik an seinen fachlichen Einschätzungen zu trennen.

Der eigentliche Paukenschlag liegt deshalb in der Frage, was von früheren Prognosen übrig bleibt, wenn die befürchteten Entwicklungen nicht eintreten. Nach Darstellung der Kritiker habe sich bislang keine der besonders dramatischen Annahmen bestätigt. Sie sehen darin ein erhebliches Problem für die Glaubwürdigkeit früherer Einschätzungen und verlangen eine erneute, nachvollziehbare Überprüfung der diagnostischen Grundlagen und der daraus abgeleiteten Gefährlichkeitsbewertung. Im Zentrum steht damit eine grundsätzliche Frage des Maßregelvollzugs: Wie weit dürfen Prognosen reichen, wenn sie massive Auswirkungen auf Freiheit, Lockerungen und Zukunftsperspektiven eines Menschen haben? Wer Gefährlichkeit behauptet, muss diese nach Auffassung der Kritiker anhand nachvollziehbarer Tatsachen, dokumentierter Entwicklungen und fachlich belastbarer Kriterien begründen können. Genau deshalb könnte die Auseinandersetzung um die früheren Bewertungen im BKH Lohr noch erhebliche Bedeutung bekommen – denn je größer die Differenz zwischen dramatischen Prognosen und dem tatsächlichen Verlauf wird, desto lauter dürfte die Forderung nach Transparenz, überprüfbaren Diagnosen und einer Neubewertung der bisherigen Einschätzungen werden.

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Kommentare

Ein Kommentar zu „PAUKENSCHLAG IN „BAYRISCH GUANTANAMO“ LOHR AM MAIN! HOKUSPOKUS-VORWURF GEGEN GEFÄHRLICHKEITSPROGNOSEN – DIAGNOSEN JETZT MASSIV IN DER KRITIK!“

  1. Avatar von Andreas Langrehr
    Andreas Langrehr

    Naja, wenn ein Herr Höfling (Psychotherapeut) Herrn Krebs (Patient) über Jahre hinweg alles Mögliche an Erkrankungen und dazu noch Straftaten, die Herr Krebs in Zukunft begehen könnte, einfach unterstellt, dann kann man schon am Geisteszustand des Behandlers zweifeln, zumal in den Stellungnahmen zu der nächsten Lockerungsstufe C3 auch nichts von den Krankheiten oder Straftaten steht, die dieser Herr Höfling in seinen Stellungnahmen und Berichten beschrieben hat. Haben sich die angeblichen, angedichteten psychischen Erkrankungen und die vermuteten sowie unterstellten Straftaten hier plötzlich in Luft aufgelöst? Man darf hier nicht verkennen, dass Herr Höfling mit seinen spekulativen Äußerungen die Resozialisierung und Wiedereingliederung von Thomas jahrelang blockiert hat und das weitreichende Folgen für die Gesundheit von Thomas hatte.