Pflegebeauftragter begrüßt Gründung von Pflege-Spitzenorganisation

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, sieht im Startschuss für eine schlagkräftige bundesweite Spitzenorganisation der Pflege-Fachkräfte einen entscheidenden Fortschritt. "Ich freue mich und begrüße sehr, dass die Pflegekammerkonferenz nun ihre Arbeit aufnimmt. Dadurch sind wir dem Ziel der Gründung einer Bundespflegekammer ein großes Stück näher gekommen", sagte Westerfellhaus, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Es werde Zeit, "denn bisher haben viele für die Pflege gesprochen und entschieden, aber es war nie `die` eine legitimierte Stimme der Pflege". Dass die 1,6 Millionen Beschäftigten in der Alten- und Krankenpflege bislang nicht bundesweit organisiert gewesen seien, habe "schwerwiegende Folgen bis jetzt", so der Pflegebevollmächtigte weiter. Eine Bundespflegekammer sei dringend notwendig. Denn "wer soll zum Beispiel für `die Pflege` verhandeln, wenn es um die Anbindung an die Telematik oder die Weiterentwicklung der Pflegeausbildung oder der Qualitätsstandards geht?", so Westerfellhaus. Damit aus der geplanten Bundespflegekammer "zügig ein Erfolg wird, muss auch eine Anschubfinanzierung erfolgen", sagte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Als Vorläufer der Kammer soll an diesem Freitag in Berlin die sogenannte Pflegekammerkonferenz aus der Taufe gehoben werden. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die bereits existierenden Pflegekammern in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sowie der Deutsche Pflegerat als Dachverband diverser Berufsverbände. Bevor aus der "Konferenz" eine "Kammer" wird, müssen zuvor weitere Länderkammern gegründet werden, unter anderem in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Vorbild für die Bundespflegekammer ist die schon 1947 gebildete Bundesärztekammer, an deren Spitze seit Ende Mai der Ärztepräsident Klaus Reinhardt steht.

1 KOMMENTAR

  1. Das wird der Renner, gut bezahlte Arbeitsplätze in der neuen Verwaltung aber nicht bei Pflegekräften!

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