„Ja, hallo, hier ist Thomas Krebs. Heute ist der 19.9.2026. Das ist jetzt meine 15. sinnvolle Freizeit, die ich in Mombach bei meinen Eltern verbringe und nachher wieder Freunde treffe hier.
De facto ist alles, was der Herr Höfling prophezeit hat, was er immer so abenteuerlich geschildert hat, um mir das zu verhindern, nichts dergleichen eingetreten.
Aber darum geht es jetzt erst mal gar nicht. Es geht darum, dass mir die Klinik die C3-Stufe genehmigt hat. Und das Schöne da dran ist, dass die Klinik die Stufe genehmigt hat. Also dass man mal die Stufe nicht einklagen musste und das hat es ja eigentlich noch gar nicht gegeben.
Und jetzt beginnt die tatsächliche Resozialisierung. Ich kann extern arbeiten gehen. Ich kann zwei Tage die Woche meine Eltern unterstützen im pflegerischen Bereich – sind ja beide 89 Jahre alt. Ich kann mein Haus, das ich vor 6 Jahren und 9 Monaten verlassen habe und das seitdem so steht, wie ich es verlassen habe, endlich auf Vordermann bringen.
Und ja, dann hoffe ich, dass ich endlich aus dem Laden da rauskomme und das alles hinter mir lassen kann.
Was ich noch erwähnen will in dem Video heute, das ist, dass sich die letzten zwei, drei Monate in der Robert-Maier-Klinik in Lohr am Main irgendwas getan hat. Das wird mir von Mitpatienten, mit denen ich ständig noch in Kontakt stehe – auch welche, die im Kernbereich noch sind, auf der Station F6. Oder auch letzte Woche sind zwei aus dem Kernbereich rübergekommen zu uns auf die F7, auf die sogenannte Entlassstation.
Ja, hoffen wir alle, dass es auch wirklich eine Entlassstation ist und dass da auch in die Richtung gearbeitet wird und nicht, dass die Leute in der offenen Station dann auch noch vielleicht in irgendeiner Art und Weise verwahrt werden. Na, dann zwar mehr Freiheiten, aber man will ja auch dann irgendwann einmal den Weg nach draußen schaffen.
Wie gesagt, es hat sich was geändert. Von mehreren Patienten habe ich das gehört, erst gerade vorhin noch, wie ich, bevor ich nach Mömbris gefahren bin, war ich in Lohr noch joggen. Da habe ich auch einen Mitpatienten getroffen von der Station F6. Der hat gesagt, dass die Stufen fliegen momentan nur so.
Also genau das wird mir seit zwei, drei Monaten von Mitpatienten erzählt. Es hat sich also echt was getan. Die Leute müssen nicht mehr um ihre Stufen so derart kämpfen, sondern es ist meistens so, dass sie beim ersten Mal Stufen stellen auch die Stufe kriegen. Das freut mich sehr auf jeden Fall, dass sich was getan hat.
Das hat bestimmt damit zu tun, dass ja vor fünf Monaten innerhalb von vier Wochen hat die Klinik ja drei Fluchten gehabt. Und vielleicht hat auch der Herr Dirk Lauer mit seiner Veröffentlichung dazu beigetragen, dass sich für die Patienten was getan hat.
Noch was habe ich jetzt mehrfach gehört, dass auf Station F6 da ist eine neue Ärztin seit zwei, drei Monaten eingesetzt worden. Ich kenne die nicht, aber höre nur Positives. Auch der Patientenfreund hat also auch sofort gesagt, ob ich die kenne und schon gehört habe. Und da habe ich gesagt, ja, ich höre Positives. Da sagt er: ‚Ach ja, die ist sehr nett und die bemüht sich sehr.‘
Also auf jeden Fall tut es gut zu hören, dass auch andere Patienten das bemerken, dass sich was geändert hat. Danke.“
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