Berlin – Jetzt geht es ans Eingemachte! Die Junge Union stellt das deutsche Rentensystem offen infrage und fordert einen tiefgreifenden Umbau, der die Sozialkassen entlasten und das System „fit für die Zukunft“ machen soll. JU-Chef Johannes Winkel warnt vor einer dramatischen Schieflage durch den demografischen Wandel und wirft der Politik vor, die Realität zu verdrängen. Während immer weniger Beitragszahler immer mehr Ruheständler finanzieren müssten, steuere Deutschland sehenden Auges auf eine finanzielle Überforderung zu. Die Botschaft der Nachwuchspolitiker: So wie bisher kann es nicht weitergehen.
Kern der Vorschläge ist ein harter Sparkurs bei den Rentenausgaben. Privilegien wie der frühere Renteneintritt sollen fallen, Anpassungen künftig nicht mehr automatisch mit steigenden Löhnen wachsen, sondern sich stärker an der allgemeinen Preisentwicklung orientieren. Zudem will die JU das System stärker an Familienleistungen koppeln: Wer Kinder großzieht, soll spürbar entlastet werden, Kinderlose hingegen stärker zur Finanzierung beitragen. Dahinter steht die Idee eines „Generationenvertrags mit neuer Balance“, bei dem Familien als tragende Säule des Sozialstaats besonders berücksichtigt werden.
Doch die Debatte reicht noch weiter. In politischen Kommissionen wird bereits über ein deutlich höheres Renteneintrittsalter nachgedacht, verbunden mit Anreizen für längeres Arbeiten. Wer freiwillig über die reguläre Grenze hinaus im Job bleibt, könnte künftig mit besonders attraktiven Zuschlägen belohnt werden. Kritiker sprechen schon jetzt von sozialem Sprengstoff, Befürworter dagegen von einem unausweichlichen Schritt. Klar ist: Die Rentenfrage entwickelt sich zum nächsten großen Streitpunkt der Republik – und könnte zum Prüfstein für den gesellschaftlichen Zusammenhalt werden.
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