Ein Hoffnungsträger gerät ins Wanken! BioNTech hat am 28. August 2026 den Abbruch einer Phase-2-Studie mit seiner experimentellen mRNA-Krebsimmuntherapie Autogene Cevumeran bekannt gegeben. Untersucht wurde, ob die individualisierte Behandlung bei operierten Darmkrebspatienten mit hohem Rückfallrisiko eine Rückkehr der Krankheit verhindern kann. Doch ein unabhängiges Überwachungsgremium stellte ein zahlenmäßiges Ungleichgewicht beim Gesamtüberleben fest. Gegenüber dem Fachmedium „Fierce Biotech“ bestätigte Entwicklungspartner Genentech: In der Behandlungsgruppe gab es mehr Todesfälle. Der Vergleich erfolgte mit kontrollierter Beobachtung nach vorheriger Standardbehandlung.
Wie groß war der Unterschied? Genau diese entscheidende Frage bleibt in BioNTechs Mitteilung offen: Konkrete Todesfallzahlen nennt das Unternehmen dort nicht. Zugleich heißt es, das Überwachungsgremium habe „keine neuen Sicherheitssignale“ festgestellt. Das wirft Fragen auf, belegt aber für sich genommen nicht, dass die mRNA-Behandlung die zusätzlichen Todesfälle verursacht hat. Für eine solche Bewertung fehlen in der Mitteilung detaillierte Ergebnisse und Angaben zu den Todesursachen. Fest steht: Das Gremium empfahl, die Behandlung einzustellen und die Studie zu beenden, weil eine Fortsetzung das Wirksamkeitsergebnis voraussichtlich nicht mehr verändern würde.
Brisant ist auch die Vorgeschichte: Bereits im Oktober 2025 hatte die Studie eine vorab definierte Grenze überschritten, die auf mangelnde Erfolgsaussichten hindeutete. Eine damalige Abbruchempfehlung bestätigt BioNTech allerdings nicht. Nach Unternehmensangaben hielt das Kontrollgremium die Daten noch für unreif und die Beobachtungszeit für zu kurz. Ohne Sicherheitsbedenken und ohne Einwand des Gremiums lief die Untersuchung deshalb weiter. Jetzt folgt das Aus für diese konkrete Darmkrebsstudie – ein deutlicher Rückschlag für den Therapieansatz und Anlass, die vollständigen Ergebnisse genau zu prüfen.
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