SCHOCK-ZAHLEN! 670 ISLAMISTISCHE JUDENHASS-STRAFTATEN IN NUR EINEM JAHR – DOCH DIE BKA-STATISTIK WIRFT FRAGEN AUF!

Symbolfoto: Synagoge bei Nacht mit Absperrpollern, Kerze und weißen Rosen auf nassem Kopfsteinpflaster, darüber die Schlagzeile „Islamisten-Hass gegen Juden!“
Symbolfoto – Bild KI-generiert

Berlin – Alarmstufe Rot für jüdisches Leben in Deutschland! Noch nie haben die Behörden so viele antisemitische Straftaten mit islamistischem Hintergrund registriert wie im vergangenen Jahr. 670 Fälle im Jahr 2025 – rund sechs Prozent mehr als 2024. Das geht aus einer Sonderauswertung der Bundesregierung für die Grünen-Bundestagsabgeordnete Lamya Kaddor hervor, über die zuerst die „Welt am Sonntag“ berichtet hat. BILD spricht von „Schock-Zahlen“ und einem „explodierten“ Judenhass. Wir haben die Zahlen mit den offiziellen Statistiken von BKA, Verfassungsschutz und RIAS abgeglichen – und stoßen auf eine brisante Lücke zwischen Sonderauswertung und Jahresstatistik!

Zunächst zu den nackten Zahlen, wie sie die Nachrichtenagentur dts und der „Tagesspiegel“ (AFP) übereinstimmend aus der Sonderauswertung zitieren: Im gesamten Jahr 2022 registrierten die Behörden demnach lediglich 16 antisemitische Straftaten mit islamistischem Hintergrund. Vom 1. Januar bis zum 6. Oktober 2023 waren es 33 Fälle. Dann kam der 7. Oktober 2023 – der Tag, an dem die Terrororganisation Hamas Israel überfiel. Allein zwischen diesem Tag und dem Jahresende kamen laut Sonderauswertung 331 Fälle hinzu – also rund zehnmal so viele wie in den gut neun Monaten davor. Im Jahr 2024 stieg die Zahl auf 631, im Jahr 2025 schließlich auf 670. Das entspricht einem Plus von gut 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr – und gegenüber 2022 mehr als einer Vervierzigfachung!

Die BILD-Rechnung im Detail stimmt also: 670 zu 631 ergibt ein Plus von rund 6,2 Prozent, 331 zu 33 ist tatsächlich etwa das Zehnfache. Wichtig für die Einordnung: Die Sonderauswertung selbst ist bislang nicht öffentlich als Bundestagsdrucksache abrufbar, die Zahlen stammen aus der Berichterstattung der „Welt am Sonntag“ und den darauf beruhenden Agenturmeldungen. Auch BILD beruft sich ausdrücklich auf das Schwesterblatt aus dem Axel-Springer-Verlag.

Was steckt hinter den Fällen? Laut „Welt am Sonntag“ reicht das Spektrum von Terrorverherrlichung, Beleidigungen und Sachbeschädigungen bis zu schweren Gewalttaten. BILD schreibt, das Bundeskriminalamt habe die 670 Straftaten genauer aufgeschlüsselt: Bei fast der Hälfte sei es um das Zeigen von Kennzeichen verbotener Organisationen gegangen – BILD nennt unter anderem die Hisbollah und den sogenannten Islamischen Staat. Dazu kämen antisemitische Schmierereien, Beleidigungen und Bedrohungen, die Statistik erfasse auch schwerste Gewalttaten bis hin zu versuchten Tötungsdelikten. Diese Aufschlüsselung konnten wir nicht unabhängig überprüfen, da die Sonderauswertung nicht veröffentlicht ist. Auffällig: Eine Nachrichtenseite, die den BILD-Text wiedergibt, nennt an derselben Stelle die Hamas statt der Hisbollah. Fest steht: Beide Organisationen dürfen sich in Deutschland nicht betätigen – die Hisbollah seit 2020, die Hamas seit November 2023.

Und jetzt wird es spannend! Denn die offizielle Jahresstatistik zur politisch motivierten Kriminalität (PMK), die das BKA am 9. Juni 2026 vorgestellt hat, zeigt für die Kategorie, die am ehesten dem islamistischen Bereich entspricht, ein anderes Bild. Im sogenannten Phänomenbereich „PMK -religiöse Ideologie-“ – dort landen vor allem islamistisch motivierte Taten – zählte das BKA im Jahr 2025 genau 613 antisemitische Straftaten. Im Jahr 2024 waren es dort noch 685. Das ist nach der offiziellen Statistik also ein Rückgang um 72 Fälle oder 10,51 Prozent – und kein Anstieg! Die Gewaltdelikte in diesem Bereich stiegen allerdings von 13 auf 16.

Wie passt das zusammen? Eine offizielle Erklärung liegt uns nicht vor. Möglich sind unterschiedliche Abgrenzungen – etwa wenn die Sonderauswertung islamistische Bezüge auch in anderen Phänomenbereichen mitzählt – oder ein anderer Datenstand. Denn die PMK-Statistik ist eine sogenannte Eingangsstatistik mit festem Stichtag am 31. Januar des Folgejahres; spätere Nachmeldungen fließen in die veröffentlichten Jahreszahlen nicht mehr ein. Für unsere Leser heißt das: Die Rekordmeldung bezieht sich ausschließlich auf die Sonderauswertung für Kaddor. Wer die öffentlich zugängliche BKA-Tabelle danebenlegt, findet für 2025 keinen Rekord, sondern weniger Fälle als im Vorjahr. Die eigentliche Explosion fand zwischen 2022 und 2024 statt – auf diesem extrem hohen Niveau verharren die Zahlen.

Und das Gesamtbild beim Antisemitismus ist düster genug. Laut BKA wurden 2025 insgesamt 6.548 antisemitische Straftaten registriert – ein Plus von 5,0 Prozent gegenüber 6.236 im Vorjahr und ein neuer Höchststand. Davon wurden 3.056 dem Phänomenbereich „rechts“ zugeordnet, das sind rund 46,7 Prozent. Damit hat BILD recht: Der größte Anteil entfällt weiterhin auf den Rechtsextremismus. Den stärksten Zuwachs gab es aber bei „PMK -ausländische Ideologie-“: Hier stieg die Zahl um 18,2 Prozent von 1.940 auf 2.293 Fälle. Darunter fasst das BKA Taten, bei denen eine aus dem Ausland stammende, nicht religiöse Ideologie entscheidend war – vielfach im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt. Dazu kommen 129 Fälle im Bereich „links“ und 457 mit sonstiger Zuordnung.

Auch die BILD-Aussage zum Nahost-Konflikt hält dem Faktencheck stand: Von den 7.073 politisch motivierten Straftaten mit Bezug zu Israel oder Palästina wurde laut BKA bei 3.089 zugleich ein antisemitisches Motiv erfasst. Gemessen an allen 6.548 antisemitischen Straftaten sind das 47,2 Prozent – also tatsächlich fast jede zweite. Im eigens nach dem Massaker eingeführten Themenfeld „Hamas“ zählte das BKA 2025 sogar 880 Straftaten nach 803 im Vorjahr, darunter 469 Propagandadelikte. Insgesamt registrierte das BKA im Bereich religiöse Ideologie 1.983 Straftaten, darunter 98 Gewaltdelikte, 8 versuchte und 2 vollendete Tötungsdelikte.

Die Opferberatungsstellen bestätigen das bedrückende Lagebild. Der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) dokumentierte für 2025 insgesamt 8.725 antisemitische Vorfälle – rechnerisch knapp 24 pro Tag, praktisch so viele wie im Vorjahr mit 8.713. Darunter waren 4 Fälle extremer Gewalt, 178 Angriffe und 257 Bedrohungen. 68 Prozent der Vorfälle ordnet RIAS dem israelbezogenen Antisemitismus zu, die häufigste klar zuordenbare Hintergrundkategorie war mit fast 23 Prozent der „antiisraelische Aktivismus“. Gleichzeitig zählte RIAS mit 807 rechtsextremen Vorfällen einen neuen Höchststand in dieser Kategorie. RIAS erfasst auch Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenze, deshalb sind die Zahlen nicht direkt mit der Polizeistatistik vergleichbar.

Der Verfassungsschutz warnt seit Langem vor genau dieser Entwicklung. Im Verfassungsschutzbericht 2025, vorgestellt am 30. Juni 2026, beziffert das Bundesamt das islamistische Personenpotenzial auf 28.645 Personen (2024: 28.280), davon gelten 9.110 als gewaltorientiert. Die Behörde schreibt, islamistische Gruppierungen – vom IS über Hamas und Hisbollah bis zu Salafisten und Gruppen aus dem Umfeld der verbotenen Hizb ut-Tahrir – seien „vereint in der ablehnenden Haltung zu Israel und ihrem Antisemitismus“. Antisemitische Narrative besäßen gerade im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt „ein erhebliches Emotionalisierungs- und Mobilisierungspotenzial“, das sich islamistische Akteure zunutze machten.

Entsprechend deutlich fallen die Reaktionen aus. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, sagte der „Welt am Sonntag“, die Bedrohung für Juden habe sich „auf einem unerträglichen Niveau“ festgesetzt: „Der islamistisch geprägte Judenhass entlädt sich heute ganz offen auf Straßen, an Hochschulen und im Netz.“ Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) warnte: „Seit dem 7. Oktober 2023 ist der Antisemitismus zu einem zentralen Mobilisierungsthema der Islamisten geworden.“ Er fordert laut dts „aufenthaltsrechtliche Konsequenzen für ausländische Straftäter, die Judenhass verbreiten“, und die konsequente Nutzung von Vereinsverboten. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte: „Islamisten kommen heute übers Handy. Wir dürfen ihnen diese Tür nicht offenlassen.“

Und die Bundesregierung? BILD schreibt, das Bundesinnenministerium habe „im Dezember 2025“ seine Islam-Berater ausgetauscht. Das ist ungenau: Laut Pressemitteilung des Ministeriums stellte der Parlamentarische Staatssekretär Christoph de Vries (CDU) den neuen „Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung“ bereits am 21. November 2025 vor. Er ersetzt die frühere „Task Force Islamismusprävention“, die unter der Vorgängerregierung im Oktober 2024 gestartet war. Dem Gremium gehören 15 Experten an, darunter der Psychologe Ahmad Mansour, der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide und der Soziologe Ruud Koopmans. Zentrale Aufgabe ist ein Bund-Länder-Aktionsplan, der ausdrücklich auch den islamistischen Antisemitismus behandeln soll. Laut „Welt am Sonntag“ sollen zum Jahreswechsel Empfehlungen vorliegen. Wichtig bei allem Zahlenmaterial: Die Statistik bildet Verdachtsfälle zu Beginn der Ermittlungen ab, nicht Verurteilungen. Für jeden einzelnen Tatverdächtigen gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.

KOMMENTAR / MEINUNG: Man muss die Dinge beim Namen nennen dürfen. Jahrelang wurde in Politik und Medien der Eindruck erweckt, Judenhass sei fast ausschließlich ein Problem von rechts. Rechtsextremer Antisemitismus ist real und gefährlich, daran gibt es nichts zu beschönigen. Aber wer den importierten und den islamistischen Judenhass kleinredet, lässt jüdische Familien im Stich, die sich heute nicht mehr trauen, mit Kippa durch manche Straßen zu gehen. Die neuen Zahlen sind ein Weckruf, den niemand mehr überhören kann.

Gleichzeitig gehört zur Ehrlichkeit auch saubere Statistik. Wenn eine Sonderauswertung einen Rekord ausweist, die offizielle Jahrestabelle im vergleichbaren Bereich aber einen Rückgang, dann muss die Bundesregierung das transparent erklären. Wer mit Zahlen Politik macht, darf sie nicht im Hinterzimmer für einzelne Abgeordnete aufbereiten und die Öffentlichkeit rätseln lassen. Gerade bei einem so sensiblen Thema schadet jede Unklarheit am Ende den Betroffenen – und spielt jenen in die Hände, die das Problem ohnehin leugnen.

Und dann die Frage nach den Konsequenzen. Beraterkreise, Aktionspläne und Sonntagsreden gab es genug. Was fehlt, ist entschlossenes Handeln: konsequente Vereinsverbote, harte Strafverfolgung bei Terrorverherrlichung, Abschiebung verurteilter ausländischer Judenhasser und ein klarer Kurs gegen islamistische Propaganda im Netz. Der Rechtsstaat muss dabei sauber bleiben und jeden Einzelfall prüfen. Aber er darf nicht länger zusehen, wie Hass auf Juden auf deutschen Straßen zur Normalität wird!

Fazit: 670 antisemitische Straftaten mit islamistischem Hintergrund im Jahr 2025 laut Sonderauswertung der Bundesregierung – gegenüber nur 16 im Jahr 2022! Auch wenn die offizielle BKA-Statistik im Bereich religiöse Ideologie für 2025 einen leichten Rückgang zeigt, bleibt der Judenhass in Deutschland mit 6.548 Straftaten auf Rekordniveau. Jetzt muss die Politik endlich liefern!

Quellen:
BILD – Neue Schock-Zahlen: Islamistischer Judenhass in Deutschland explodiert (31.10.2026): https://www.bild.de/politik/inland/neue-schockzahlen-islamistischer-judenhass-in-deutschland-explodiert-6ae586064db6c62483ec2d5b
WELT – Antisemitische Straftaten durch Islamisten steigen auf Rekordzahl (Paywall): https://www.welt.de/politik/deutschland/plus6ae0c608dcd605c8d4ceaad4/judenhass-in-deutschland-antisemitische-straftaten-durch-islamisten-steigen-auf-rekordzahl.html
dts / Berliner Sonntagsblatt – BKA registriert Rekord bei islamistischem Antisemitismus (31.10.2026): https://www.berliner-sonntagsblatt.de/Deutschland/BKA-registriert-Rekord-bei-islamistischem-Antisemitismus-371496.html
Tagesspiegel (AFP) – Islamistischer Antisemitismus in Deutschland offenbar auf einem Höchststand: https://www.tagesspiegel.de/politik/afp-6-prozent-mehr-als-2024-islamistischer-antisemitismus-in-deutschland-offenbar-auf-einem-hochststand-16222153.html
BKA – Bundesweite Fallzahlen 2025 Politisch motivierte Kriminalität (PDF, Tabellen 15 und 30): https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/PMK/2025PMKFallzahlen.pdf?__blob=publicationFile&v=4
BKA – Pressemitteilung PMK 2025 (09.06.2026): https://www.bka.de/DE/Presse/Listenseite_Pressemitteilungen/2026/Presse2026/260609_PM_PMK2025.html
BKA – Politisch motivierte Kriminalität 2025: Sicherheitslage bleibt angespannt: https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/PMK/PMKZahlen/PMKZahlen.html
RIAS – Antisemitische Vorfälle in Deutschland 2025 (Jahresbericht, PDF): https://www.report-antisemitism.de/documents/17-06-26_RIAS_Bund_Jahresbericht_2025.pdf
RIAS – Pressemitteilung zum Jahresbericht 2025 (17.06.2026, PDF): https://www.report-antisemitism.de/documents/18-06-26_PM_Antisemitische-Vorfaelle-2025.pdf
Bundesamt für Verfassungsschutz – Islamismus und islamistischer Terrorismus (Verfassungsschutzbericht 2025): https://www.verfassungsschutz.de/DE/verfassungsschutz/der-bericht/vsb-islamismus-und-islamistischer-terrorismus/2025-vsb-islamismus-terrorismus-artikel.html
Bundesministerium des Innern – Pressemitteilung Beraterkreis Islamismusprävention (21.11.2025): https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2025/11/beraterkreis-islamismusbekaempfung.html
Christoph de Vries – Neuer Beraterkreis im BMI vorgestellt (28.11.2025): https://www.christophdevries.de/neuer-beraterkreis-islamismuspraevention-und-islamismusbekaempfung-im-bmi-vorgestellt/

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