Gelsenkirchen – Alarm an einer Grundschule im Herzen des Ruhrgebiets! An der Grundschule Georgstraße im Bezirk Mitte müssen ungewöhnlich viele Kinder die erste Klasse noch einmal durchlaufen. Lehrkräfte und Eltern sind fassungslos, denn betroffen ist ein großer Teil eines ganzen Jahrgangs. Der Grund: Viele Schülerinnen und Schüler starten mit massiven Sprachproblemen in den Unterricht – und stolpern schon über die Basics. Was eigentlich ein Neubeginn sein sollte, wird für viele Familien zur ersten großen Enttäuschung.
Besonders heftig trifft es den Stadtbezirk Mitte – dort, wo die Zuwanderung am stärksten ist und Integration jeden Tag im Klassenzimmer stattfindet. Aus der Stadt heißt es, viele Kinder hätten noch nicht einmal das sprachliche Fundament, um dem Unterricht sicher folgen zu können. Genau dafür gibt es in NRW die Schuleingangsphase: Sie soll Unterschiede beim Lernstand ausgleichen und Kindern mehr Zeit geben, anzukommen. Offiziell ist das kein Sitzenbleiben – aber für Eltern fühlt es sich genau so an. Die Diskussion über frühe Sprachförderung kocht deshalb hoch: in der Kita, im Elternhaus, in der Politik. Sogar eine verpflichtende Kita-Zeit steht im Raum – doch dafür müsste das Land Regeln ändern, und genau das ist bisher nicht passiert.
Und es wird noch brisanter: Die Lage betrifft nicht nur eine Schule – es ist ein Problem für die ganze Stadt. Viele Kinder wiederholen, gleichzeitig drängen neue Jahrgänge nach, und in dicht besiedelten Vierteln geraten die Schulen an Grenzen. Zusätzliche Klassen, mehr Personal, mehr Räume – all das wird dringend gebraucht, während der Alltag ohnehin schon eine Kraftprobe ist. Am Ende steht eine bittere Erkenntnis: Wenn Sprache fehlt, fehlt der Schlüssel zu allem – und dann wird Schule zur täglichen Hürde statt zur Chance. Wichtig ist dabei auch eins: Bei der Einordnung solcher Zahlen muss exakt gerechnet werden – eine frühere Darstellung wurde deshalb korrigiert, weil sie die tatsächliche Belastung durch Wiederholer und Neuanmeldungen falsch gewichtet hatte.
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