Seit der Bahnreform wurden 150 mal mehr Straßen als Schienen gebaut

 

Seit der Bahnreform im Jahr 1994 ist das Straßennetz in Deutschland um ein Vielfaches stärker ausgebaut worden als die Schienenwege. Nach Berechnungen des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE), die dem Fachdienst „Tagesspiegel Background Mobiliät & Transport“ (Montagausgabe) vorliegen, wurden seit der Bahnreform bis Anfang 2018 gut 1700 Kilometer Eisenbahnstrecken in Deutschland neu gebaut beziehungsweise bestehende Strecken umgebaut und modernisiert.

Verglichen damit sei das Straßennetz um rund 247.000 Kilometer gewachsen, erklärt NEE unter Berufung auf Zahlen des Bundesverkehrsministeriums (BMVI). Wurden deutschlandweit in den vergangenen 25 Jahren also pro Woche etwa 1,3 Streckenkilometer Schiene neu in Betrieb genommen, waren es nach NEE-Angaben bei der Straße wöchentlich 198 Kilometer – 152 Mal so viel. Berücksichtigt werden muss, dass das Schienennetz insgesamt in den vergangenen 25 Jahren deutlich geschrumpft ist. Seit der Bahnreform musste die Deutsche Bahn 5400 Kilometer ihres Streckennetzes mit der Begründung mangelnder Auslastung stilllegen.

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