Endlich Entwarnung für die Hauptstadt! Nach Tagen voller Dunkelheit, Kerzenlicht und banger Stunden kehrt im Berliner Südwesten das Leben zurück. Am Vormittag floss der Strom wieder in jedes Haus. In Küchen summen die Kühlschränke, Lichter gehen an, Handys laden wieder. Die Erleichterung ist überall spürbar. Aus dem Umfeld der Senatskanzlei heißt es: Berlin ist zurück im Normalbetrieb.
Der entscheidende Moment kam am Ort des Anschlags. Am Kraftwerk in Lichterfelde wurde die Versorgung wieder hochgefahren. Was eigentlich deutlich später geplant war, gelang überraschend früh. Ausschlaggebend war die Ausrufung der Großschadenslage, auf die der Regierende Bürgermeister Kai Wegner gedrängt hatte. Damit konnten Kräfte gebündelt, Abläufe beschleunigt und Hürden aus dem Weg geräumt werden. Eine politische Entscheidung mit spürbarer Wirkung für die ganze Stadt.
Seit dem Anschlag herrschte Ausnahmezustand. Ganze Viertel lagen im Dunkeln, Betriebe standen still, Familien saßen ohne Heizung und Licht. Techniker arbeiteten ununterbrochen, koordiniert von Krisenstäben, unterstützt von Einsatzkräften. Jetzt ist die Anspannung gewichen. Berlin kann aufatmen. Die Lichter sind wieder an – und mit ihnen kehrt ein Stück Sicherheit zurück.
