TENNIS STATT KRISEN-ANSAGE! WEGNER BLAMIERT BERLIN

Das war ein Auftritt, der noch lange nachhallt. Während große Teile der Hauptstadt frierend im Dunkeln saßen, gönnte sich Berlins Regierender Bürgermeister eine private Auszeit auf dem Tennisplatz. Kein Krisenbild, kein Schulter-an-Schulter mit den Betroffenen, kein sichtbares Zeichen von Führung. Bei Markus Lanz wurde der Fall zum Polit-Drama. Der Vorwurf stand im Raum: fehlendes Gespür für die Lage, falsche Prioritäten und ein fatales Signal an eine verunsicherte Stadt.

Besonders brisant: Ein Parteifreund räumte öffentlich ein, dass dieser Auftritt vielen Menschen übel aufgestoßen sei. Die Szene habe nicht nur Bürger, sondern auch Mitarbeiter in der Verwaltung erschüttert. Die Glaubwürdigkeit habe gelitten, hieß es offen. Gleichzeitig versuchte er, den Bürgermeister zu stützen, lobte dessen Arbeit und setzte auf Schadensbegrenzung. Doch genau das machte die Sache nicht besser. Denn während draußen die Wut wuchs, wirkte die politische Erklärung wie ein Pflaster auf eine offene Wunde.

Markus Lanz legte nach und stellte die entscheidende Frage: Nicht der eigentliche Fehltritt sei das Problem, sondern der Umgang damit. Warum ausweichen, warum beschönigen, warum abstreiten, wenn die Stadt gerade Orientierung braucht? Die Antwort war ungewohnt ehrlich. Fehler passieren, sagte der Parteifreund, entscheidend sei, dazu zu stehen. Genau daran aber entzündet sich der Skandal. Berlin erwartet Führung, keine Ausreden. Und diese Lektion tat im Studio spürbar weh.


Entdecke mehr von Pressecop24.com

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.