Top-Reedereien setzen Buchungen von und nach Russland aus!

Russland wird zunehmend vom Rest der Welt isoliert, da die drei größten Containerreedereien der Welt angekündigt haben, dass sie Frachtlieferungen in das und aus dem Land aufgrund von Sanktionen gegen sie wegen Einmarsch in die Ukraine aussetzen werden.

Der Schifffahrtsriese Maersk kündigte an, dass er alle Buchungen von und nach Russland mit Ausnahme von Lebensmitteln, medizinischer und humanitärer Versorgung aussetzen wird. In einer Erklärung stellte das Unternehmen fest: „Wir sind zutiefst besorgt darüber, wie die Krise in der Ukraine weiter eskaliert“.

Sie fügten hinzu, dass die Stabilität und Sicherheit ihrer Operationen bereits durch Sanktionen beeinträchtigt wurde. Maersk sagte, es habe „die Auswirkungen auf die globalen Lieferkettenströme wie Verzögerungen, das Festhalten von Fracht durch die Zollbehörden über verschiedene Umschlagzentren hinweg und unvorhersehbare betriebliche Auswirkungen gesehen“. Sie waren auch nicht in der Lage, Zahlungen an und von sanktionierten russischen Banken und anderen sanktionierten Parteien zu leisten oder zu empfangen.

Das Unternehmen betreibt Containerschifffahrtsrouten nach Kaliningrad und St. Petersburg in der Ostsee, zusammen mit Wladiwostok und Wostochny an der russischen Ostküste und Noworossijsk im Schwarzen Meer. Letzte Woche haben sie vorübergehend Hafengespräche in der Ukraine gestoppt, wo sie rund 60 Mitarbeiter in Odessa haben. Sie haben rund 500 Mitarbeiter in Russland.

Maersk mit Sitz in Kopenhagen, das seit 1992 in Russland tätig ist, besitzt einen Anteil von 31 Prozent am russischen Hafenbetreiber Global Ports, der sechs Terminals in Russland sowie zwei in Finnland betreibt. Zu den Aktionären der Global Ports gehören auch der russische Geschäftsmann Sergej Schiskarew und das russische staatliche Atomunternehmen Rosatom.

 

 

Gleichzeitig kündigte die kapazitätsstärkste Containerreederei der Welt, die Mediterranean Shipping Company, an, dass sie auch Frachtbuchungen von und nach Russland einstellen wird, die alle Zugangsbereiche abdecken. Dazu gehören Fernostrussland, das Schwarze Meer und das Baltikum. MSC hatte zuvor eine vorübergehende Einstellung der Frachtbuchungen in das und aus dem Land eingeführt.

Die schweizerische Containerschifffahrtslinie fügte jedoch hinzu: „MSC wird weiterhin Buchungen für die Lieferung wesentlicher Güter wie Lebensmittel, medizinische Ausrüstung und humanitäre Güter akzeptieren und überprüfen.“

Das Unternehmen sagte, dass es Kunden direkt bezüglich der russischen Fracht kontaktieren wird, die sich derzeit auf dem Transportweg befindet, und die staatliche Beratung im Zusammenhang mit neuen Sanktionen, die verhängt werden, überwachen wird.

Ähnliche Entscheidungen wurden bereits von Deutschlands Hapag Lloyd, Frankreichs CMA CGM und Singapurs Ocean Network Express getroffen. Dies bedeutet, dass Russland jetzt effektiv von den wichtigsten globalen Containerschifffahrtsunternehmen abgeschnitten ist und die bestehenden Frachtherausforderungen verstärkt, die zu Problemen der Lieferkette auf der ganzen Welt geführt haben.

Containerschifffahrtsunternehmen spielen eine wichtige Rolle im Welthandel und transportieren die meisten der heute in der Welt hergestellten hergestellten Waren. Dies bedeutet, dass Russland jetzt von einem erheblichen Teil der weltweiten Schifffahrtskapazität ausgeschlossen wird.

Eskalierende Konflikte und strenge Sanktionen werden langfristige Auswirkungen auf die Schifffahrtsindustrie haben

Die Nachricht kommt, da Russland seinen Ansturm auf ukrainische Großstädte weiter intensiviert. Die Kämpfe im Norden, Osten und Süden des Landes dauern weiter, wobei die Vereinten Nationen berichten, dass jetzt eine Million Flüchtlinge in nahe gelegene Länder geflohen sind.

Experten glauben, dass der eskalierende Konflikt und die Schwere der russischen Sanktionen die Schifffahrtsindustrie noch lange betreffen werden. Obwohl die bisherigen Sanktionen, die westliche Nationen als Reaktion auf die Ukraine-Invasion verhängt haben, nicht erforderlich waren, ist dies ein weiteres Zeichen dafür, dass viele Unternehmen sich dafür entscheiden, die Beziehungen zum Land zu unterbrechen, was mit Sicherheit zu Russlands wirtschaftlichen Problemen beitragen wird.

Quellen für diesen Artikel sind:

ZeroHedge.com

CNBC.com


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