Washington – Jetzt wird’s ernst für Insta, Facebook & Co.! Die US-Regierung unter Donald Trump will Urlauber künftig digital durchleuchten – bevor sie überhaupt den ersten Fuß auf amerikanischen Boden setzen. Das Heimatschutzministerium bastelt an einer Regel, die Touristen zwingt, ihre Social-Media-Aktivitäten der letzten Jahre offenzulegen. Wer sich also online danebenbenimmt, könnte bald an der Grenze scheitern statt im Flieger zu sitzen.
Betroffen wären Reisende aus bisher visafreien Ländern, darunter auch Deutschland. Wer mit Esta in die USA wollte, musste bislang nur ein paar harmlose Angaben machen – künftig soll das Like-Verhalten, alte Kommentare oder Partyfotos mit überprüft werden. Datenschützer schlagen Alarm: Das könnte einer digitalen Gesinnungsprüfung gleichkommen. Kritiker warnen vor einer „Überwachung per Urlaubsfoto“.
Hinter dem Vorstoß steckt Trumps harter Kurs in der Einwanderungspolitik. Seine Regierung will so „Sicherheitsrisiken“ früher erkennen – doch der Plan dürfte das Klima zwischen den USA und Verbündeten weiter belasten. Noch ist nichts beschlossen, aber in Washington wird schon heiß diskutiert. Sicher ist: Wer künftig Amerika sehen will, sollte vorher sein Profil aufräumen.
