Der nächste Paukenschlag aus dem Finanzreich von Donald Trump sorgt in den USA für hochgezogene Augenbrauen. Kaum wieder im Weißen Haus, greift der Präsident tief in die Kassen und deckt sich mit Anleihen großer Konzerne ein. Medien berichten von Käufen in einem gewaltigen Gesamtwert, der sich im dreistelligen Millionenbereich bewegen soll. Beobachter sprechen von einer wahren Einkaufstour an den Kapitalmärkten – und fragen sich, welche Interessen dahinterstecken. Offiziell handelt es sich um private Investitionen, doch die zeitliche Nähe zu politischen Entscheidungen wirft ein schiefes Licht auf die Vorgänge.
Besonders pikant ist der Erwerb von Papieren zweier Mediengiganten, die kurz zuvor ihre Fusion angekündigt hatten. Trump hatte sich damals persönlich zu Wort gemeldet und erklärt, er werde bei der Entscheidung über das geplante Zusammengehen ein gewichtiges Wort mitreden. Kritiker sehen darin einen klaren Interessenkonflikt: Erst äußert der Präsident Zweifel an einer möglichen Marktmacht, dann investiert er selbst in genau diese Unternehmen. Transparenz sieht anders aus. Für viele wirkt das Vorgehen wie ein taktisches Spiel mit politischem Einfluss und persönlichem Profit.
Auch in anderen Branchen griff Trump offenbar beherzt zu und setzte auf Firmen aus dem Energiesektor. Die massiven Anlagen lassen Experten rätseln, welche Strategie verfolgt wird und ob politische Überlegungen dabei eine Rolle spielen. In Washington wächst die Sorge, dass der Präsident seine Machtposition nutzt, um eigene finanzielle Vorteile zu sichern. Der Fall zeigt einmal mehr, wie eng bei Trump Politik und Geschäft miteinander verflochten sind – und wie schnell dabei Fragen nach Moral und Glaubwürdigkeit laut werden.
