Umfrage: Mehrheit begrüßt Rufe nach klimafreundlichem Verhalten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die große Mehrheit der Bundesbürger empfindet die anhaltenden und überall präsenten Forderungen nach klima- und umweltfreundlichem Verhalten als willkommenen Anstoß, das eigene Verhalten zu überdenken. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von "RTL Aktuell", die am Freitag veröffentlicht wurde. Demnach begrüßen 68 Prozent der Befragten die Forderungen nach klima- und umweltfreundlichem Verhalten.

15 Prozent der Befragten fühlen sich dagegen durch diese Forderungen unter Druck gesetzt. Ebenfalls 15 Prozent geben an, solche Forderungen zu ignorieren. Als positiven Denkanstoß empfinden dies mit 71 Prozent eher Westdeutschen (Ostdeutsche: 53 Prozent). Die Anhänger der Grünen sehen dies laut Forsa mit 92 Prozent fast ausnahmslos (SPD 73 Prozent, Linkspartei 67 Prozent, CDU/CSU 62 Prozent, FDP 55 Prozent, AfD 28 Prozent). Anders als in der Bevölkerung insgesamt überwiegt unter den AfD-Anhängern der Anteil derer, die sich durch solche Forderungen unter Druck gesetzt fühlen (23 Prozent) beziehungsweise diese ignorieren (49 Prozent). Bei der Einschätzung verschiedener Maßnahmen für den Klima- und Umweltschutz sprechen sich laut Forsa 76 Prozent der Befragten dafür aus, künftig auf umweltfreundlichere Autos umzusteigen. Dies gilt insbesondere mit 91 Prozent für die Anhänger der Grünen. Lediglich 37 Prozent der AfD-Anhänger teilen diese Einschätzung (Linkspartei 85 Prozent, SPD 83 Prozent, CDU/CSU 72 Prozent, FDP 66 Prozent). 74 Prozent der Bundesbürger plädieren für einen Verzicht auf Kreuzfahrten (Grüne 86 Prozent, SPD 80 Prozent, Linke 78 Prozent, FDP 68 Prozent, CDU/CSU 63 Prozent, AfD 57 Prozent). Mit 65 Prozent spricht sich auch eine Mehrheit der Befragten für einen Verzicht von Flugreisen aus (Grüne 85 Prozent, SPD und Linkspartei 72 Prozent, CDU/CSU 55 Prozent, AfD 44 Prozent). Lediglich 38 Prozent der FDP-Anhänger befürworten diese Forderung. Gute die Hälfte der Bürger (59 Prozent) ist der Meinung, dass eine Verringerung des Fleischkonsums in diesem Zusammenhang wichtig ist. Insbesondere die unter 45-Jährigen sehen dies als wichtige Maßnahme an (70 Prozent der 30- bis 44-Jährigen und 64 Prozent der 14- bis 29-Jährigen). Für die Erhebung befragte Forsa im Auftrag von "RTL Aktuell" am 17. und 18. September 2019 insgesamt 1.003 Personen.

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