VW wird Kriegsfirma? „IRON DOME“ STATT NUR AUTOS – VOLKSWAGEN PLANT MILITÄR-DEAL! BOYKOTT-AUFRUF GEGEN VW, PORSCHE, AUDI UND ŠKODA!

Bild KI-generiert by Pressecop24

Osnabrück – Das wäre ein historischer Kurswechsel für einen der bekanntesten deutschen Autostandorte: Statt ausschließlich Fahrzeuge für den zivilen Markt könnte im Volkswagen-Werk Osnabrück künftig Militärausrüstung vom Band laufen! Nach Medienberichten steht eine Zusammenarbeit rund um das israelische Luftverteidigungssystem „Iron Dome“, auf Deutsch „Eiserne Kuppel“, zur Diskussion. Im Mittelpunkt steht dabei der israelische Rüstungskonzern Rafael Advanced Defense Systems. Nach Informationen, über die BILD unter Berufung auf entsprechende Berichte informiert, könnte in Osnabrück Unterstützungsausrüstung für das Luftverteidigungssystem hergestellt werden. Bloomberg berichtet, dass schwere Lastwagen für den Transport von Raketen, Abschussvorrichtungen und Stromgeneratoren zu den möglichen Produkten gehören. Für den traditionsreichen VW-Standort wäre das ein bemerkenswerter Wandel: Wo bislang vor allem automobile Produktion und Fahrzeugbau das Bild bestimmten, könnte künftig zumindest ein Teil der industriellen Kapazitäten für militärische Zwecke eingesetzt werden. Gerade diese mögliche Neuorientierung dürfte gesellschaftlich für heftige Diskussionen sorgen. Denn die Marke Volkswagen steht seit Jahrzehnten für Autos für Millionen Menschen, während Rafael zu den international bekannten Rüstungsunternehmen gehört. Noch handelt es sich allerdings nicht um eine bereits laufende Serienproduktion: Laut den vorliegenden Berichten wird über Konstruktionen und Beteiligungsmodelle verhandelt. Hintergrund ist auch die Zukunft des Osnabrücker Werks. Im kommenden Jahr soll dort die Produktion des T-Roc-Cabrios auslaufen. Volkswagen und Betriebsrat haben deshalb vereinbart, nach Möglichkeiten zu suchen, wie der Standort anschließend weiter genutzt werden kann. Ganz fremd wäre militärische Produktion dem Werk offenbar nicht: Bislang wurden dort bereits einzelne Prototypen von Militärfahrzeugen hergestellt. Eine serienmäßige Fertigung entsprechender Ausrüstung würde jedoch eine völlig neue Dimension bedeuten.

Besonders brisant ist die komplizierte Eigentümer- und Beteiligungsfrage hinter dem möglichen Deal. Volkswagen könnte offenbar nicht einfach unmittelbar eine Kooperation mit Rafael eingehen. Nach dem Bloomberg-Bericht soll der VW-Großaktionär Katar Vorbehalte gegen ein Engagement mit dem israelischen Unternehmen haben. Deshalb wird über einen bemerkenswerten organisatorischen Umweg nachgedacht: Das Land Niedersachsen könnte Teile des Volkswagen-Werks in Osnabrück übernehmen und anschließend gemeinsam mit Rafael ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Volkswagen selbst würde damit nicht unmittelbar mit dem israelischen Staatskonzern zusammenarbeiten. Gleichzeitig könnten nach dieser Konstruktion mögliche Einwände des katarischen Staatsfonds umgangen werden. Niedersachsen spielt dabei ohnehin eine außergewöhnliche Rolle im Volkswagen-Konzern, weil das Bundesland Anteilseigner des Autobauers ist und traditionell großen politischen Einfluss auf die Entwicklung des Konzerns besitzt. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, 59, SPD, besuchte am Mittwoch das VW-Werk in Osnabrück und bestätigte öffentlich, dass eine Beteiligung des Landes an einer industriellen Zukunftslösung geprüft werde. Lies erklärte: „Wir prüfen derzeit, ob und in welcher Form eine Beteiligung an einer möglichen industriellen Zukunftslösung für den Standort Osnabrück in Betracht kommen kann.“ Weiter betonte der Ministerpräsident, der Standort verfüge über hoch motivierte Kollegen und größtes technisches Know-how. Diese Grundlage wolle man für eine tragfähige wirtschaftliche Zukunft nutzen. Nach einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ könnte sich ein Einstieg Niedersachsens auf ein Volumen von rund 200 Millionen Euro belaufen. Sogar eine Beteiligung des Bundes wird demnach als Möglichkeit genannt. Damit bekommt das Vorhaben neben der industriellen auch eine enorme politische Dimension: Es geht nicht nur um die Zukunft eines VW-Standorts und seiner Beschäftigten, sondern möglicherweise auch um Millionenbeträge aus öffentlicher Hand und um die Frage, welche Rolle Deutschlands Industrie künftig beim Ausbau militärischer Kapazitäten spielen soll.

Die Entscheidung könnte schneller fallen, als viele Kunden und Beschäftigte erwarten: Berichten zufolge könnte bereits im September eine Vereinbarung mit Rafael unterzeichnet werden. Auch bei der Sitzung des Volkswagen-Aufsichtsrats am 4. September soll die mögliche Zusammenarbeit ein Thema sein. Damit rückt für Volkswagen eine Frage näher, die weit über Osnabrück hinausreichen könnte: Wie stark will sich Deutschlands größter Autokonzern künftig indirekt oder über Beteiligungskonstruktionen in Richtung Rüstungsindustrie bewegen? Für Kritiker dürfte bereits die Aussicht auf eine militärische Nutzung des Standorts reichen, um Forderungen nach einem Boykott von Konzernmarken laut werden zu lassen. Zum Volkswagen-Konzern gehören neben VW unter anderem Audi, Porsche und Škoda. Ob Verbraucher tatsächlich wegen eines möglichen Osnabrücker Rüstungsprojekts auf Fahrzeuge dieser Marken verzichten werden, ist völlig offen. Ebenso wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem diskutierten Industrieprojekt und der Behauptung, Volkswagen sei bereits vollständig zu einer „Kriegsfirma“ geworden: Nach dem derzeit beschriebenen Stand geht es um eine mögliche Zukunftslösung für das Werk, um Unterstützungsausrüstung und um ein noch zu vereinbarendes Beteiligungsmodell mit Rafael. Klar ist allerdings ebenso: Sollte die geplante Konstruktion tatsächlich umgesetzt werden und in Osnabrück künftig Lastwagen, Komponenten für Abschussvorrichtungen oder Stromversorgungssysteme für „Iron Dome“ gefertigt werden, wäre das für den traditionsreichen Standort ein tiefgreifender Wandel. Aus dem Werk, in dem heute noch das T-Roc-Cabrio gebaut wird, könnte dann ein deutscher Produktionsstandort für Teile militärischer Luftverteidigungslogistik werden. Der mögliche Millionen-Einstieg Niedersachsens, eine denkbare Beteiligung des Bundes, die Einwände Katars, der israelische Rüstungskonzern Rafael und die entscheidende VW-Aufsichtsratssitzung am 4. September machen aus der Zukunftsfrage eines einzelnen Autowerks damit plötzlich ein politisches und wirtschaftliches Großthema.

Bitte Telegram-Kanal folgen http://t.me/pressecop24


Entdecke mehr von Pressecop24.com

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.