41 TOTE IN DER INFERNO-BAR – UND JETZT AUCH NOCH DAS! BETREIBER WEGEN VERDACHT AUF HÄUSLICHE GEWALT IN U-HAFT – BAR-CHEFIN NICHT VERNEHMUNGSFÄHIG!

Symbolfoto (KI-generiert): Verschneites Bergdorf bei Nacht, Absperrband vor einer Kellertreppe, Trauerkerzen und weiße Blumen im Schnee – Text: DRAMA UM DIE MORETTIS
Symbolfoto – Bild KI-generiert

Crans-Montana – Neue Schlagzeilen um das Betreiber-Ehepaar der Unglücksbar! Ihr Mann sitzt wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt in Untersuchungshaft, sie selbst ist nach einem psychologischen Gutachten derzeit nicht vernehmungsfähig: Das Drama um Jessica Moretti (40) und Jacques Moretti (50) wirft jetzt auch einen Schatten auf die Ermittlungen zur Brandkatastrophe in der Bar „Le Constellation“, bei der in der Silvesternacht 41 Menschen ihr Leben verloren. Für beide gilt in allen Verfahren die Unschuldsvermutung.

Was ist passiert? In der Nacht vom 11. auf den 12. August 2026 sollen Nachbarn laut BILD und Blick Schreie aus dem gemeinsamen Wohnhaus des Paares in Lens im Kanton Wallis gehört und den Notruf gewählt haben. Die Polizei nahm Jacques Moretti, den Betreiber des „Le Constellation“, fest. Der Verdacht: Er soll seine Frau geschlagen und am Kopf und im Gesicht verletzt haben. Laut SRF, das sich auf Berichte von „Léman Bleu“ und RTS stützt, musste Jessica Moretti ins Spital eingeliefert werden; laut blue News soll sie „erhebliche“ Verletzungen am Kopf erlitten haben.

Seitdem sitzt Jacques Moretti erneut in Untersuchungshaft. Laut BILD, Blick und blue News sitzt er seit Mitte August in U-Haft. Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt führt die Staatsanwaltschaft Wallis nach Angaben von blue News in einer anderen Abteilung und unabhängig von den Ermittlungen zur Brandkatastrophe. Die Generalstaatsanwältin des Kantons, Béatrice Pilloud, erklärte laut SRF gegenüber Keystone-SDA, die Staatsanwaltschaft kommuniziere generell nicht in Sachen häuslicher Gewalt.

Was sagt die Verteidigung? Die Anwälte des Paares – Yaël Hayat, Nicola Meier und Patrick Michod – bestätigten gegenüber BILD „Vorfälle im Privathaus der Familie Moretti“, betonten aber, diese beträfen „ausschließlich das Privatleben“. Verteidiger Meier schrieb BILD: „Sie dürfen nicht mit der ‚Constellation‘-Tragödie verwechselt werden, stehen jedoch in einem Kontext, der nicht außer Acht gelassen werden darf.“ Gemeinsam stelle sich die Familie seit dem 1. Januar einer „besonders schweren Belastungsprobe“. Der Appell der Verteidiger an die Medien: „Die Privatsphäre muss nun wieder gewahrt bleiben.“

Psychiatrische Begutachtung angeordnet! Wie Blick, blue News und swissinfo unter Berufung auf RTS berichten, hat die Walliser Staatsanwaltschaft für den 50-Jährigen ein psychiatrisches Gutachten angeordnet. Es soll klären, ob Moretti zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Taten voll schuldfähig war, und das Risiko einer Wiederholungstat einschätzen. Eine solche Begutachtung dauert laut swissinfo üblicherweise vier bis sechs Monate – die U-Haft dürfte sich dadurch laut blue News wohl verlängern.

Jetzt hat der Fall Folgen für die Brand-Ermittlungen. Jessica Moretti sollte am 2. November erneut zur Katastrophe befragt werden. Doch laut einem psychologischen Gutachten, das Blick vorliegt, ist sie derzeit nicht vernehmungsfähig und soll zudem eine Begegnung mit ihrem Ehemann fürchten. Ihre Anwältinnen Yaël Hayat und Nicola Meier hatten laut Blick beantragt, die Vernehmung zu verschieben oder notfalls zu unterbrechen – betonten aber, ihre Mandantin sei weiter zur Zusammenarbeit bereit: „Sie ist über die Fortsetzung der Ermittlungen besorgt und beabsichtigt, bei dieser Anhörung zu erscheinen, um weiterhin Fragen zu beantworten, wie sie es bisher immer getan hat.“

Die Staatsanwaltschaft entschied dennoch, sie vorerst nicht anzuhören. In einer Nachricht an die Anwälte heißt es laut Blick: „Angesichts des letzten Absatzes des psychotherapeutischen Gutachtens entscheiden wir, Jessica Moretti nicht anzuhören.“ Jacques Moretti dagegen soll sich am 2. November in Sitten (Sion) den Fragen der Ermittler stellen. Sollte er dann noch in Haft sein, würde er laut RTS (zitiert von Blick) unter Polizeibegleitung zur Vernehmung gebracht.

Die Katastrophe, die die Schweiz erschütterte: In der Silvesternacht waren in der Kellerbar „Le Constellation“ in Crans-Montana 41 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere wurden laut BILD schwer verletzt. Nach BILD-Angaben hatte eine Champagner-Parade mit Wunderkerzen-Fontänen die Schaumstoff-Decke entzündet. Jessica Moretti war laut BILD als Geschäftsführerin der Bar eingesetzt.

Die Morettis gehören zu insgesamt 16 Beschuldigten, gegen die ermittelt wird, weil sie beim Brandschutz möglicherweise fahrlässig gehandelt oder etwas versäumt haben. Laut SRF lauten die Vorwürfe auf fahrlässige Tötung, fahrlässige Brandstiftung und fahrlässige schwere Körperverletzung, gegen Jessica Moretti zusätzlich auf Urkundenfälschung. Auch hier gilt die Unschuldsvermutung – ein Abschluss der Ermittlungen ist laut BILD nicht absehbar.

Jacques Moretti war nach der Katastrophe bereits einmal in Untersuchungshaft: Laut SRF wurde er im Januar festgenommen und war seit Ende Januar nach Zahlung einer Kaution wieder auf freiem Fuß. Seither galten für ihn ein Ausreiseverbot und die Pflicht, sich täglich auf einem Polizeiposten zu melden; die Maßnahmen wurden laut SRF erst Anfang August 2026 um 3 Monate verlängert. Auch seine Frau war laut BILD gegen Kaution und unter Meldeauflagen auf freiem Fuß. Bei einer Befragung im März in Sion waren die Morettis laut BILD von Angehörigen der Opfer heftig beschimpft worden und standen stark unter Druck.

MEINUNG: Bei aller Empörung über die Katastrophe dürfen wir eines nicht vergessen: Im Mittelpunkt stehen die Toten, die Verletzten und ihre Familien. Sie haben ein Recht auf lückenlose Aufklärung – und darauf, dass private Dramen der Beschuldigten diese Aufklärung nicht verzögern oder aus dem Blick drängen. Jede Verschiebung ist für die Hinterbliebenen eine weitere Belastung.

MEINUNG: Gleichzeitig gilt: Ein Verdacht ist kein Urteil. Ob es häusliche Gewalt gab und wer für das Feuer verantwortlich ist, müssen unabhängige Gerichte klären, nicht Schlagzeilen oder Kommentarspalten. Wer vorschnell verurteilt, beschädigt am Ende genau den Rechtsstaat, der den Opfern Gerechtigkeit verschaffen soll.

MEINUNG: Wenn sich die Vorwürfe bestätigen sollten, wäre es eine weitere Tragödie in einer ohnehin unfassbaren Geschichte. Gewalt im eigenen Zuhause darf niemals verharmlost werden, egal wer betroffen ist und unter welchem Druck jemand steht. Wer bedroht wird, braucht Schutz – und die Behörden tun gut daran, genau hinzuschauen.

Die nächste Vernehmung steht am 2. November an – die Hinterbliebenen der 41 Todesopfer warten weiter auf Antworten!

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Quellen:
https://www.bild.de/news/ausland/crans-montana-jacques-moretti-wegen-haeuslicher-gewalt-in-u-haft-6a8b4953e5cc00f2c91595d2
https://www.bild.de/news/ausland/crans-montana-bar-chefin-soll-feuer-fontaenen-angezuendet-haben-69f1d687052adba8a89e4006
https://www.blick.ch/schweiz/westschweiz/wallis/jessica-moretti-ist-nicht-mehr-vernehmungsfaehig/zrr4pw9
https://www.blick.ch/schweiz/westschweiz/wallis/jacques-moretti-psychiatrische-begutachtung-angeordnet/3kl4kq3
https://www.srf.ch/news/schweiz/betreiberpaar-in-crans-montana-medien-jacques-moretti-nach-gewalt-gegen-seine-frau-in-u-haft
https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/jacques-moretti-muss-sich-psychiatrischer-untersuchung-unterziehen-li.3623115
https://www.swissinfo.ch/eng/various/jacques-moretti-is-to-undergo-a-psychiatric-assessment/92161661


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