Der Ärger bei Millionen Prime-Kunden kocht hoch! Still und leise hob Amazon die Preise für bestehende Abos an und kassierte mehr Geld, ohne die Nutzer erneut um Erlaubnis zu fragen. Viele bemerkten den Aufschlag erst auf der Abrechnung. Verbraucherschützer sprechen von einem schweren Vertrauensbruch. Wer jahrelang treu gezahlt hatte, wurde plötzlich zur Kasse gebeten. Der Vorwurf wiegt schwer: Eine fragwürdige Vertragsklausel soll es dem Konzern ermöglicht haben, die Preise einfach zu erhöhen.
Jetzt schlägt der Verbraucherschutz zurück. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zieht mit einer Sammelklage gegen den Online-Riesen vor Gericht. Im Fokus stehen langjährige Bestandskunden, deren Verträge schon vor der Erhöhung liefen. Ziel ist klar: Das zu viel gezahlte Geld soll zurückfließen. Sollte das Gericht den Klägern recht geben, droht Amazon eine Rückzahlungswelle mit enormer Sprengkraft. Der Fall könnte zum Präzedenzfall für digitale Abo-Modelle werden.
Betroffene können sich dem Verfahren anschließen und so ihre Ansprüche sichern. Die Eintragung erfolgt über das offizielle Klageregister und ist kostenfrei möglich. Parallel wächst der Druck weiter, denn eine zusätzliche Sammelklage nimmt auch Prime Video ins Visier. Dort geht es um Werbung und Qualitätsverluste, die ohne Zustimmung der Nutzer eingeführt wurden. Der Zorn der Kunden ist groß – und erstmals scheint es, als könnte der Internet-Gigant dafür ernsthaft zur Rechenschaft gezogen werden.
