Die Stimmung in Crans-Montana ist schwer wie Rauch nach dem Inferno. Tage nach der tödlichen Feuerhölle in der berüchtigten Bar tritt die Gemeinde vor die Kameras und lässt eine Bombe platzen. Der Gemeindepräsident und der Sicherheitsverantwortliche räumen ein, dass schwerwiegende Versäumnisse passiert sind. Plötzlich ist von Selbstkritik die Rede, von Lücken und von Verantwortung. Die Worte wiegen schwer, denn sie kommen spät und treffen die Angehörigen der Opfer mitten ins Herz.
Noch kurz zuvor klang alles ganz anders. Kritik an Kontrollen wischte der Gemeindepräsident beiseite, sprach von ordnungsgemäßem Vorgehen und verteidigte die Abläufe. Jetzt die Kehrtwende. Er habe sich nicht ausreichend informiert, sagt er offen. Seine früheren Aussagen nimmt er zurück. Besonders brisant: Es habe über lange Zeit keine Brandschutz-Kontrollen gegeben. Ein Eingeständnis, das fassungslos macht und die Wut im Ort weiter anheizt.
Am härtesten trifft die Menschen ein Satz, der wie ein Stich wirkt. Die Katastrophe hätte vermutlich verhindert werden können. Diese Worte lassen Raum für quälende Fragen, für Schuldgefühle und für Trauer. Während Kerzen brennen und Blumen vor der Ruine liegen, wächst der Druck auf die Verantwortlichen. Die Forderung ist klar: lückenlose Aufklärung, Konsequenzen und die Gewissheit, dass sich eine solche Tragödie niemals wiederholt.
