Berlin – Während die Wirtschaft schwächelt und viele Branchen über Flaute klagen, wächst ein Bereich mit atemberaubender Geschwindigkeit: die Einbürgerungen. In immer mehr Städten werden Urkunden ausgegeben, Ämter arbeiten am Limit, Warteschlangen werden länger, Termine knapper. Aus den Behörden ist zu hören, dass die Nachfrage ungebrochen hoch ist und sich der Trend weiter verstärkt. Für manche ist das ein Zeichen gelungener Integration, für andere ein Entwicklungstempo, das Fragen aufwirft.
Besonders in den großen Metropolen melden die Verwaltungen neue Höchststände. Mitarbeiter berichten von einer Dauerbelastung, weil immer mehr Anträge eingehen und abgearbeitet werden müssen. Gleichzeitig wächst in der Politik die Sorge, dass die Verfahren kaum noch gründlich genug geprüft werden können. Kritiker warnen, dass der Staat Gefahr laufe, bei der Kontrolle den Anschluss zu verlieren, wenn Quantität wichtiger werde als Sorgfalt.
Zusätzliche Brisanz erhält die Debatte durch Hinweise auf manipulierte Nachweise, vor allem bei Sprachprüfungen. Unionspolitiker fordern deshalb schärfere Kontrollen und verlangen, laufende Verfahren notfalls anzuhalten, bis jeder Verdacht restlos geklärt ist. Wer trickse oder täusche, dürfe nicht mit der Staatsbürgerschaft belohnt werden, heißt es. Die Diskussion entwickelt sich damit zu einer Grundsatzfrage: Wie offen kann ein Land sein, ohne das Vertrauen in die Regeln zu gefährden?
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