Amtsschimmel außer Kontrolle: Ausgerechnet in einer der miesesten Ämter-Höhlen des Landes herrscht ein Asylbewerber ohne eigenen Pass über das Schicksal Tausender anderer Migranten!
Ausgerechnet im hessischen Darmstadt enthüllt ein unfassbares Behörden-Schauspiel den reinen Irrsinn des deutschen Aufenthaltsapparates: In den düsteren Fluren einer Amtstube, die im Netz mit vernichtenden Noten als absolute Katastrophe abgestempelt wird, entscheidet ein Mann über das Schicksal ausländischer Bürger, der selbst noch nicht einmal dauerhaft im Land bleiben darf! Der irakische Sachbearbeiter Herr Abduljabbar, der einst englische Literatur in seiner Heimat studierte und hierzulande eine kaufmännische Ausbildung absolvierte, kam während der großen Flüchtlingswelle nach Deutschland und musste schier endlos auf seinen eigenen Asylbescheid warten. Doch anstatt nach der jahrelangen Hängepartie die eigene Rechtslage abzuwarten, sitzt er heute plötzlich selbst am mächtigen Amts-Schreibtisch und entscheidet im Auftrag des Staates eisern darüber, wer das Land verlassen muss und wer bleiben darf. Während er tagsüber Fremden Titel erteilt oder Verlassenspflichten aufbrummt, muss er als einfacher Antragsteller nach Feierabend selbst demütig zu einer ganz anderen Dienststelle pilgern, um für den eigenen Verbleib zu zittern.
Dass das bürokratische Chaos in der völlig überlasteten Behörde längst jegliche Vernunft verloren hat, beweist ein amtlicher Vorgang aus dem turbulenten Büroalltag des irakischen Sachbearbeiters besonders deutlich. Ein abgelehnter Asylbewerber stand bereits vor dem vollendeten Rauswurf und war nach Recht und Gesetz zur sofortigen Ausreise verpflichtet, da sein Schutzantrag von den Behörden rechtskräftig abgelehnt worden war. Doch der staatliche Rausschmiss wird kurzerhand gestoppt, weil der Betroffene in letzter Sekunde einen Vertrag für eine berufliche Ausbildung vorlegen konnte. Weil der Sachbearbeiter die Existenzangst der Bittsteller aus eigener Erfahrung hautnah kennt, begegnet er ihnen mit viel Mitgefühl und versucht die Nervösen zu beruhigen, versichert jedoch zugleich unter dem gewaltigen Druck des Arbeitstages, streng im Rahmen der Paragraphen zu handeln. So verteilt ein Mann ohne festen Schutzstatus munter Aufenthaltserlaubnisse an abgelehnte Schutzsuchende, während er selbst noch immer auf die begehrte Einbürgerung hofft.
Diese schockierenden Zustände, die vor Kurzem von den Reportern des Hessischen Rundfunks ans Tageslicht gebracht wurden, enthüllen das völlige Versagen des deutschen Systems. Die Darmstädter Amtsstube gilt bei gequälten Bürgern im Internet als eine der allerschlechtesten Adressen des gesamten Landes, wo verzweifelte Menschen unter immensem Zeitdruck abgefertigt werden und Sachbearbeiter im Akkord über Schicksale richten. Das Fernsehteam wollte eigentlich nur den stressigen Alltag der überforderten Angestellten beleuchten, entlarvte jedoch versehentlich eine bizarre Absurdität: Das deutsche Aufenthaltsrecht verschlingt sich inzwischen völlig selbst, wenn nicht einmal mehr deutsche Staatsbürger über das Bleiberecht von Ausländern urteilen, sondern geduldete Bittsteller im Auftrag des Staates agieren. Während Herr Abduljabbar bald die Bedingungen für den deutschen Pass erfüllen möchte, bleibt der bittere Nachgeschmack eines Staates, der die Kontrolle über seine eigenen Amtsstuben längst verloren hat.
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