Bad Soden am Taunus – Was für eine Abrechnung nach dem Therapeuten-Wechsel! Nach der Trennung von der Heilpraktikerin Claudia Schmook zieht ein ehemaliger Patient beziehungsweise Kunde eine geradezu vernichtende persönliche Bilanz. Nach seinen eigenen Berechnungen sollen die Behandlungskosten bei der neuen Therapeutin auf ein gesamtes Jahr gerechnet satte 93 Prozent niedriger ausfallen. Noch drastischer erscheint ihm der Unterschied bei der Rimkus-Therapie: Hier sollen sich die Kosten nach dem Wechsel um rund 86 Prozent reduziert haben. Für den Betroffenen ist das ein finanzieller Paukenschlag. Er stellt deshalb die Frage, warum zuvor derart hohe Kosten entstanden seien und ob der Umfang der damaligen Behandlungen tatsächlich notwendig gewesen sei. Besonders die Dosierung und Zusammenstellung im Rahmen der Rimkus-Therapie kritisiert er scharf. Nach seiner persönlichen Einschätzung sei diese nicht optimal abgestimmt gewesen und habe dadurch immer wieder zusätzliche Kosten verursacht. Eine unabhängige medizinische Bewertung dieser Einschätzung liegt damit allerdings nicht automatisch vor. Für den Betroffenen zählt vor allem das Ergebnis seiner eigenen Abrechnung: Heute zahle er nach eigenen Angaben nur noch einen Bruchteil dessen, was zuvor für Behandlung, Begleitung und Therapie angefallen sei. Was früher offenbar regelmäßig kräftig ins Geld ging, ist nach seiner Darstellung inzwischen erheblich günstiger geworden. Für ihn wirft dieser Kostensturz rückblickend massive Fragen zur Wirtschaftlichkeit der früheren Behandlung auf.
Doch damit nicht genug. Als besonders umständlich und kostentreibend beschreibt der Betroffene außerdem das damalige Problem mit Rezepten. Da eine Heilpraktikerin verschreibungspflichtige Medikamente nicht wie eine Ärztin oder ein Arzt verordnen darf, seien für benötigte Rezepte zusätzliche Arzttermine erforderlich gewesen. Das habe nicht nur Zeit gekostet, sondern nach seiner Darstellung auch weitere Wege und zusätzliche Ausgaben verursacht. Genau dieser Aufwand falle bei seiner heutigen Betreuung komplett weg. Für ihn ein weiterer klarer Vorteil des Wechsels. Gleichzeitig berichtet er von einer für ihn noch wichtigeren Entwicklung: Seit dem Ende der früheren Therapie habe sich sein Körper nach seinem persönlichen Empfinden deutlich beruhigt. Die Vielzahl an Infusionen und anderen Behandlungen, die zuvor durchgeführt worden seien, bewertet er rückblickend zunehmend kritisch. Seine persönliche Einschätzung lautet, dass die große Menge an Anwendungen für ihn nicht den erhofften gesundheitlichen Nutzen gebracht habe, dafür aber dauerhaft erhebliche Kosten verursacht habe. Doch sein Fazit fällt trotzdem unmissverständlich aus: Weniger sei für ihn am Ende mehr gewesen. Der Wechsel habe gezeigt, dass eine teure und umfangreiche Therapie nicht zwangsläufig erfolgreicher sein müsse.
Ein weiterer ganz erheblicher Faktor bei der früheren Behandlung durch Frau Schmook war nach eigener Erfahrung die enorme Menge an Kapseln, die regelmäßig eingenommen werden musste. Teilweise entstand dadurch der Eindruck, dass sich die tägliche Behandlung immer stärker um eine Vielzahl unterschiedlicher Präparate drehte. Diese große Menge bedeutete nicht nur einen erheblichen Aufwand bei der täglichen Einnahme, sondern schlug sich nach Darstellung des Betroffenen auch deutlich im Geldbeutel nieder. Denn jede weitere Packung, jedes zusätzliche Präparat und jede neue Empfehlung verursachte laufende Kosten, die sich über Wochen und Monate zu beträchtlichen Summen addieren konnten.
Erst nach dem Wechsel zu einer anderen therapeutischen Betreuung zeigte sich nach Angaben des Betroffenen, dass viele Wirkstoffe beziehungsweise Nahrungsergänzungen offenbar auch in anderen Darreichungsformen eingesetzt werden können. Heute erfolgt ein großer Teil der Einnahme nicht mehr über eine kaum überschaubare Zahl einzelner Kapseln, sondern überwiegend in flüssiger oder einfacher dosierbarer Form – beispielsweise als Pulver, Granulat oder Tropfen. Für den Betroffenen bedeutet diese Umstellung eine erhebliche Vereinfachung des täglichen Ablaufs. Statt zahlreiche einzelne Kapseln schlucken und immer wieder unterschiedliche Packungen nachkaufen zu müssen, lasse sich die heutige Versorgung wesentlich unkomplizierter organisieren und individuell dosieren.
Für den Betroffenen war die Trennung deshalb weit mehr als nur ein Wechsel der therapeutischen Betreuung – er beschreibt sie rückblickend als regelrechten Befreiungsschlag für Geldbeutel, Zeit und persönliches Wohlbefinden. Besonders bitter stößt ihm nach eigenen Angaben auf, wie während der früheren Betreuung mit Kritik umgegangen worden sei. Er habe Frau Schmook als wenig kritikoffen erlebt und seine Fragen beziehungsweise Einwände aus seiner Sicht nicht ausreichend berücksichtigt gesehen. Daraus allein lässt sich zwar keine objektive fachliche Inkompetenz ableiten, doch für den ehemaligen Patienten rundet diese Erfahrung sein negatives Gesamtbild ab. 93 Prozent weniger jährliche Behandlungskosten, 86 Prozent niedrigere Kosten bei der Rimkus-Therapie, weniger organisatorischer Aufwand wegen Rezepten und nach eigener Wahrnehmung ein ruhigerer körperlicher Zustand: Für ihn könnte die Bilanz kaum deutlicher sein. Sein Urteil über die damalige Behandlung fällt deshalb hart aus. Die Kosten seien aus seiner Sicht viel zu hoch gewesen, der therapeutische Aufwand zu groß und das Ergebnis habe für ihn persönlich nicht im Verhältnis zu den Ausgaben gestanden. Seine Lehre aus dem gesamten Vorgang lautet: Hohe Rechnungen sind kein Qualitätssiegel, viele Therapien sind nicht automatisch bessere Therapien und Patienten sollten Kosten, Nutzen und Notwendigkeit jeder Behandlung immer kritisch hinterfragen.
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